Dienstag, 12. Mai 2015

Italien rechnet mit Ankunft von 200.000 Flüchtlingen

Vor der Präsentation eines Aktionsplans der EU-Kommission zur Flüchtlingskrise stellt die italienische Regierung klare Forderungen.

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Archivbild - Foto: © LaPresse

Rom verlangt, dass mindestens 25.000 Flüchtlinge von anderen EU-Mitgliedsstaaten übernommen werden. Damit soll Italien entlastet werden. Das Land rechnet in diesem Jahr mit der Ankunft von 200.000 Flüchtlingen auf Afrika.

Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ vom Dienstag fordert die Regierung von Premier Matteo Renzi von der EU 250 Millionen Euro als Beitrag für die Ausgaben Italiens im Umgang mit der Flüchtlingswelle.

2014 habe Italien 630 Millionen Euro zur Versorgung der Migranten ausgegeben, diese Summe soll 2015 auf 800 Millionen Euro, geht aus Schätzungen der Regierung hervor.

„Europa muss beweisen, offen und hilfsbereit zu sein. Bisher hat Italien allen den Flüchtlingsnotstand bewältigt, doch jetzt brauchen wir unbedingt Unterstützung“, sagte der italienische Innenminister Angelino Alfano.

34.000 Migranten sind seit Jahresbeginn nach der Fahrt über das Mittelmeer in Italien eingetroffen. Das geht aus Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hervor.

Über 1.700 Menschen seien seit Jahresbeginn im Mittelmeer ums Leben gekommen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden mehr als die Hälfte der Todesopfer des Gesamtjahres 2014 registriert.

apa

stol