Dienstag, 03. Juli 2018

Italien sagt unsicheren Jobs den Kampf an

Die italienische Regierung hat am Montagabend ihr erstes Paket mit Wirtschaftsmaßnahmen verabschiedet. Damit wird unter anderem unsicheren Arbeitsplätzen der Kampf angesagt. Für Unternehmen wird die Anstellung von Personal mit befristeten Arbeitsverträgen teurer.

Arbeitsminister Luigi Di Maio will mit dem Maßnahmenpaket feste Anstellungen fördern. - Foto: ANSA
Arbeitsminister Luigi Di Maio will mit dem Maßnahmenpaket feste Anstellungen fördern. - Foto: ANSA

Befristete Arbeitsverträge können eine Dauer von nicht mehr als 24 Monate haben. Bei jeder Erneuerung des befristeten Arbeitsvertrags werden die vorgesehenen Lohnnebenkosten steigen.

Damit will Arbeitsminister Luigi Di Maio, der Verfasser des Maßnahmenpakets, feste Anstellungen fördern und eine Arbeitsmarktreform der Regierung Renzi aus dem Jahr 2015 zum Teil rückgängig machen.

Die Beschäftigung habe zwar in Italien in den letzten Jahren zugenommen, dies sei jedoch nur durch unsichere Jobs erfolgt, sagte Di Maio.

Maßnahmenpaket schafft Werbung für Glücksspiele ab

Mit dem Maßnahmenpaket will die Regierung auch die Abwanderung von Unternehmen ins Ausland bremsen.

Werbung für Glücksspiele wird verboten. Einzige Ausnahme sind gesamtstaatliche Lotterien. Wer das Verbot nicht berücksichtigt, muss mit einer Strafe von mindestens 50.000 Euro rechnen.

Italien wird damit zum ersten EU-Land, das ein Verbot von Werbung für Glücksspiele vorsieht, so Di Maio.

apa

stol