Der Arbeitslose war in der Lage, sich gefälschte Dokumente und Waffen illegaler Herkunft zu besorgen, verlautete aus dem Innenministerium. Eine Untersuchungsrichterin in der norditalienischen Stadt Macerata beschloss unterdessen die Ausweisung eines in der Region Marken lebenden 26-jährigen Pakistani.Auf seiner Webseite hatte der Mann Propaganda für den Jihad gemacht. Er hatte außerdem Verbindungen zu Webseiten, die mit terroristischen Gruppen in Pakistan verstrickt waren, hieß es.Die islamistische Propaganda des Pakistani war dem Innenministerium von Sicherheitsdiensten gemeldet worden. Der Mann, der seit Jahren mit seiner Familie in Civitanova Marche lebte und in einer Schuhfabrik arbeitete, leugnete Kontakte zu fundamentalistischen Zellen.Er wurde jedoch zum Flughafen Rom Fiumicino gebracht, wo er in ein Flugzeug nach Pakistan einsteigen musste. Am Dienstag hatte das Innenministerium die Ausweisung eines türkischen Studenten angekündigt, der in Pisa studierte. Auch ihm wurde fundamentalistische Propaganda im Internet vorgeworfen.Am Donnerstag wurde auf dem Flughafen der sizilianischen Stadt Catania ein 30-jähriger Albaner mit gefälschten Dokumenten festgenommen. Er war bereits am 13. Jänner auf dem Flughafen Mailand Malpensa angezeigt worden, weil er mit gefälschten Dokumenten in eine Maschine nach London einsteigen wollte. Bei dem Albaner wurden Bilder konfisziert, auf denen er mit Gewehren in der Hand zu sehen ist.Die italienische Regierung will am Donnerstag schärfere Anti-Terror-Maßnahmen beschließen. So soll unter anderem eine Anti-Terror-Behörde eingerichtet werden, nach dem Modell der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft, die sich mit der Gefahr des fundamentalistischen Terrorismus befassen soll. Terrorverdächtigen, die das Land verlassen möchten, soll der Pass entzogen werden können.Außerdem soll die Polizei mehr Rechte bekommen, um Webseiten zu blockieren, die Terroristen für Propaganda nutzten.apa