Samstag, 18. April 2015

Italien und USA wollen Terror in Libyen gemeinsam bekämpfen

Die USA und Italien wollen der wachsenden Terrorgefahr in Libyen sowie der Flüchtlingskrise im Mittelmeerraum mit gemeinsamen Kräften entgegentreten. Das betonten US-Präsident Barack Obama und Italiens Regierungschef Matteo Renzi am Freitag nach einem Treffen im Weißen Haus.

 Italiens Regierungschef Matteo Renzi
Italiens Regierungschef Matteo Renzi - Foto: © LaPresse

Die terroristische Bedrohung bereite den Verbündeten große Sorge, sagte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Wir werden das Problem nicht mit ein paar Drohnenangriffen oder einigen militärischen Operationen lösen.“

Um die sich in dem nordafrikanischen Land zunehmend ausbreitende Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu bekämpfen, sei aber auch die Hilfe der Partner am Persischen Golf nötig.

„Das Mittelmeer ist ein Meer, kein Friedhof“, sagte Renzi, dessen Land weiter unter dem Ansturm verzweifelter Menschen ächzt, die sich auf die gefährliche Überfahrt von Afrika über das Mittelmeer machen.

Mehr als 90 Prozent der afrikanischen Flüchtlinge kämen derzeit aus Libyen. „Der einzige Weg ist, zur Stabilität zurückzukehren.“ Dafür sei die Bildung einer funktionierenden Einheitsregierung nötig. Letztlich könnten nur die Stammesführer in dem Nordafrikanischen Staat für Frieden sorgen.

apa/dpa

stol