Mittwoch, 23. September 2015

Italien verstärkt Polizei an Grenze zu Österreich

Das italienische Innenministerium hat vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise die Präsenz der Polizei an den Grenzübergängen zu Österreich und Slowenien verstärkt.

Foto: © LaPresse

Zum italienisch-österreichischen Grenzübergang in Tarvis seien weitere 60 Polizisten entsendet worden, teilte Innenminister Angelino Alfano in einer Ansprache vor der Abgeordnetenkammer in Rom am Mittwoch mit.

Zusätzliche 50 Sicherheitskräfte würden an der Grenze zu Slowenien stationiert, sagte Alfano. Zugleich würden weiterhin trilaterale Streifen in den internationalen Zügen eingesetzt, die Flüchtlinge daran hindern sollten, über den Brenner nach Österreich und weiter nach Deutschland zu gelangen. An den Kontrollen beteiligen sich italienische, österreichische und deutsche Polizisten.

Der Innenminister bekräftigte, dass die Grenzkontrollen nicht die Lösung der Flüchtlingskrise sei. „Damit wird das Problem nur noch akuter. Die wahre Lösung ist die Verteilung der Migranten. Wir haben das Ziel erreicht, dass 40.000 in Italien untergebrachte Flüchtlinge in andere EU-Länder ziehen“, sagte Alfano zum entsprechenden Beschluss auf EU-Ebene.

Das italienische Parlament hat für Donnerstag den österreichischen Botschafter Rene Pollitzer eingeladen, über die Flüchtlingskrise und die Maßnahmen in Österreich zu berichten. Er soll vor dem parlamentarischen Komitee zur Umsetzung des Schengen-Abkommens im Rahmen einer Untersuchung über die Migrationsströme in Europa sprechen.

apa

stol