Sonntag, 04. März 2018

Italien-Wahl: Markierte Stimmzettel sollen Betrug verhindern

Neue Wahlzettel sollen Betrug bei den italienischen Parlamentswahlen erschweren. Die Wähler erhielten am Sonntag erstmals Wahlzettel, auf denen sich ein Abschnitt mit einem Code aus Buchstaben und Ziffern befindet.

Dieser alphanumerische Code wird bei der Ausgabe des Wahlzettels zusammen mit der Ausweisnummer des Wählers registriert.
Dieser alphanumerische Code wird bei der Ausgabe des Wahlzettels zusammen mit der Ausweisnummer des Wählers registriert. - Foto: © APA/AFP

Dieser alphanumerische Code wird bei der Ausgabe des Wahlzettels zusammen mit der Ausweisnummer des Wählers registriert. Nachdem der Wahlberechtigte in der Kabine seinen Wahlzettel angekreuzt hat, darf er diesen nicht selber in die Urne werfen, wie es bei Wahlen bisher der Fall war.

Der Wähler muss dem Vorsitzenden des Wahllokals den Wahlzettel übergeben. Dieser prüft, ob die Nummer auf dem Wahlzettel dieselbe ist, die registriert wurde, und muss den Abschnitt abtrennen, womit die Anonymität der Stimme gewährleistet wird. Erst dann kann der Präsident den Wahlzettel in die Urne werfen.

Diese Prozedur wurde mit dem neuen Wahlgesetz „Rosatellum“ eingeführt, um Wahlbetrug zu verhindern. Erklärtes Ziel ist es, zu verhindern, dass Stimmzettel in den Urnen landen, die außerhalb der Kabine angekreuzt wurden.

Diese Neuerung verlangsamte am Sonntag den Wahlablauf in mehreren Wahllokalen. Bürger, die wählen wollten, mussten in mehreren Wahllokalen des Landes Schlange stehen, was für Unmut sorgte. Die Wahllokale sind am Sonntag bis 23.00 Uhr offen.

apa

stol