Sonntag, 04. März 2018

Italien-Wahl: Probleme mit Wahlzetteln

Zu Beginn der Parlamentswahl in Italien, zu der am Sonntag 46,5 Millionen Italiener aufgerufen sind, ist es in einigen Wahlkreisen zu Problemen mit den Wahlzetteln gekommen. Festgestellt wurden Fehler bei Namen der Kandidaten und bei den Symbolen.

In Trentino-Südtirol wurden eine Million Wahlzettel für die Senatswahlen neu gedruckt, weil im Namen eines Kandidaten ein Buchstaben fehlte.
In Trentino-Südtirol wurden eine Million Wahlzettel für die Senatswahlen neu gedruckt, weil im Namen eines Kandidaten ein Buchstaben fehlte. - Foto: © APA/AFP

In Palermo mussten in der Nacht auf Sonntag 200.000 Wahlzettel neu gedruckt werden, weil diese Fehler beinhalteten. Daher konnten die Wahllokale erst mit großer Verspätung geöffnet werden.

Trentino-Südtirol: Ein i fehlte

In Trentino-Südtirol wurden eine Million Wahlzettel für die Senatswahlen neu gedruckt, weil im Namen eines Kandidaten ein Buchstaben fehlte. Während einer Kontrolle des Berufungsgerichts Trient hat man am Samstag herausgefunden, dass im Namen von Ferdinando Bodini (Liberi e Uguali für den Senat) ein i fehlt. 

Besondere Kontrollen gibt es unterdessen auch für den Wahlablauf der rund 4 Millionen wahlberechtigten Auslandsitaliener. Diese haben ihre Stimmen für die Parlamentswahl bereits abgegeben, ihre Stimmzettel werden in Rom ausgewertet. Insgesamt bestimmen die Auslandsitaliener zwölf der 630 Abgeordneten und sechs der insgesamt 315 Senatoren.

Mit Ergebnis wird am Montag gerechnet

Die Wahllokale sind bis 23 Uhr geöffnet. Nachwahlbefragungen werden unmittelbar nach Wahlschluss veröffentlicht. Mit einem vorläufigen Endergebnis wird am Montag im Lauf des Vormittags gerechnet. 

Die Italiener wählen erstmals mit einem neuen, „Rosatellum“ genannten Wahlsystem, einem mühsam ausgehandelten Kompromiss unter den Parteien. Das neue Wahlsystem, das dieselben Regeln sowohl für die Abgeordnetenkammer als auch für den Senat vorsieht, ist eine Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahl.

Neben den Parlamentswahlen sind am Sonntag auch Regionalwahlen in zwei Regionen – der Lombardei und dem Latium mit der Hauptstadt Rom – angesetzt. Dabei sind fast zwölf Millionen Personen wahlberechtigt.

apa

stol