Montag, 13. Juli 2015

Italien will Ägypten im „Kampf gegen den Terrorismus“ beistehen

Zwei Tage nach dem Anschlag der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf das italienische Konsulat in Kairo hat Italiens Außenminister Paolo Gentiloni bei einem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Hilfe seines Landes im „Kampf gegen den Terrorismus“ zugesagt.

Flagge des Schreckens: IS-Terror
Flagge des Schreckens: IS-Terror - Foto: © APA/AP

„Dieser Versuch, die ägyptisch-italienische Zusammenarbeit zu treffen, wird scheitern“, sagte Gentiloni bei einem Treffen mit seinem Kollegen Sameh Shukri. Bei dem Anschlag am Samstag war ein Zivilist getötet worden, neun Menschen wurden bei der Explosion der Autobombe verletzt, das Gebäude wurde schwer beschädigt.

Shukri sagte, nach den Drahtziehern des Anschlags werde noch gefahndet. Gentiloni sprach von einem Anschlag auch auf die „Terrorismusabwehr“ beider Länder, ohne dies näher auszuführen. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hatte am Wochenende gesagt, er sei ein „Freund“ von Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der berufen sei, sein Land zu „retten“.

Der Anschlag auf das italienische Konsulat war der erste Anschlag auf eine diplomatische Vertretung in Ägypten seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär vor zwei Jahren. Diplomaten hatten aber erst kürzlich von Warnungen berichtet, dass die Gefahr von Anschlägen zunehme. Seit dem Sturz Mursis verüben bewaffnete Islamisten immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte, bei denen hunderte Polizisten und Soldaten getötet wurden.

apa/afp

stol