Mittwoch, 07. September 2016

Italien will Glücksspielautomaten verbannen

Obwohl das Glücksspiel wegen seiner Besteuerung reichlich zur Auffüllung der Staatskasse beiträgt, sagt ihm die italienische Regierung den Kampf an. Premier Matteo Renzi kündigte an, dass Slot Machines und Videopoker aus Bars, Trafiken und Einkaufszentren verschwinden werden.

Die Regierung Renzi will die Spielsucht bekämpfen – und verzichtet damit auf Steuereinnahmen.
Die Regierung Renzi will die Spielsucht bekämpfen – und verzichtet damit auf Steuereinnahmen. - Foto: © shutterstock

„Nur Lokale mit einem getrennten Raum, der nur von Volljährigen betreten werden darf, sollen weiterhin Slot Machines haben können“, kündigte Renzi am Dienstagabend in einem TV-Interview an. Renzi erklärte, seine Regierung wolle Glücksspielsucht aktiv bekämpfen.

Renzi verzichtet damit auf Steuereinnahmen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro pro Jahr, die durch 400.000 Slot Machines in die Staatskasse fließen. Die Hälfte der Spielautomaten befindet sich in Bars, Trafiken und anderen Lokalen. Insgesamt beschert das Glücksspiel dem Staat Einnahmen von 8,8 Milliarden Euro jährlich.

apa

stol