Italien habe bereits 2001 widerwillig dem Druck der westlichen Partnern nachgegeben und sich an den Bombenangriffen gegen Libyen beteiligt.„Vier Jahre Bürgerkrieg in Libyen bezeugen, dass dieser Beschluss damals nicht glücklich war. Heute ist eine andere Strategie notwendig“, kommentierte Renzi im Interview mit der Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag. „Man kann sich nur dann einen Krieg erlauben, wenn man klar sieht, was danach geschieht“, so Renzi.Er begreife die Bemühungen von Frankreichs Präsidenten Francois Hollande, nach den Anschlägen in Paris eine große Anti-IS-Koalition aufzubauen. „Hollandes Reaktion ist verständlich. (...) Es ist richtig, den Kampf gegen den IS zu verschärfen, man muss über das 'Wie' diskutieren“, meinte Renzi.„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Anschläge in der Peripherie europäischer Städte geplant wurden. Es muss auch bei uns eine Antwort geben. Wir brauchen Schulen und Theater, nicht nur Bomben und Raketen. Daher wird Italien für jeden Euro, der in Sicherheit investiert wird, einen in Kultur investieren“, so Renzi.apa