Mittwoch, 18. Juli 2018

Italien will verstärkt ausländische Häftlinge abschieben

Zur Entlastung der italienischen Strafanstalten will die Regierung in Rom ausländische Häftlinge in ihre Heimat abschieben, auch ohne deren Zustimmung.

Italien wolle Abkommen mit Herkunftsländern von Migranten zur Abschiebung von Ausländern abzuschließen, so Bonafede. - Foto: Twitter
Italien wolle Abkommen mit Herkunftsländern von Migranten zur Abschiebung von Ausländern abzuschließen, so Bonafede. - Foto: Twitter

Dies erklärte der italienische Justizminister Alfonso Bonafede am Mittwoch in einer Ansprache vor der Abgeordnetenkammer. Ein Drittel der Häftlinge in Italien sind Ausländer.

Italien sei bemüht, bilaterale Abkommen mit Herkunftsländern von Migranten zur Abschiebung von Ausländern abzuschließen, berichtete Bonafede. Von den 58.000 Sträflinge in Italien seien 19.860 Ausländer. Bereits bestehende Abkommen wie jene mit Albanien und Rumänien sollen ausgebaut werden.

Die Regierung will sich auch um bessere Lebensbedingungen in den stark übervölkerten italienischen Strafanstalten bemühen, sagte der Minister. Auch alternative Strafmaßnahmen zur Haft sollen gefördert werden.

apa

stol