Donnerstag, 23. April 2015

Italiener bei US-Anti-Terror-Einsatz getötet

US-Präsident Barack Obama hat sich bei den Familien der getöteten westlichen Geiseln in einem amerikanischen Anti-Terror-Einsatz in Pakistan entschuldigt. Dabei hatte auch ein Italiener sein Leben verloren.

Der Italiener Giovanni Lo Porto wurde bei einer Anti-Terror-Aktion der USA getötet - Foto: Facebook/Vogliamo Giovanni Lo Porto libero
Der Italiener Giovanni Lo Porto wurde bei einer Anti-Terror-Aktion der USA getötet - Foto: Facebook/Vogliamo Giovanni Lo Porto libero

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, war Giovanni Lo Porto seit 19. Jänner 2012 spurlos verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der 39-Jährige in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa.

Er war im Auftrag der deutschen Organisation "Welthungerhilfe" unterwegs. Wie sich später herausstellte, war er gemeinsam mit einem US-Bürger von Al-Kaida als Geiseln genommen worden.

Die Facebook-Gruppe "Vogliamo Giovanni Lo Porto libero" hatte die Freilassung des Italieners gefordert.

Obama entschuldigt sich bei Angehörigen

„Keine Worte können ihren Verlust aufwiegen“, sagte Präsident Obama am Donnerstag in Washington. Er übernehme die volle Verantwortung für alle Operationen gegen den Terrorismus.

Bei diesem Einsatz seien Fehler gemacht worden und er wolle, dass die Öffentlichkeit darüber informiert werde.

Die Geheimdienste hätten trotz intensiver Aufklärung nicht gewusst, dass die beiden Al-Kaida-Geiseln aus den USA und Italien in dem angegriffenen Gebäude gewesen seien. „Ich bereue zutiefst, was passiert ist“, sagte Obama.

stol/apa/dpa

stol