Sonntag, 19. März 2017

Italiens Außenminister Alfano gründet neue Zentrumspartei

Seit 2013 führte der italienische Außenminister Angelino Alfano sein konservatives Rechtsbündnis "Nuovo Centro Destra" an, saß damit sogar in der aktuellen Regierung. Doch damit ist jetzt Schluss. Den NCD gibt es nicht mehr, er wird von Alfanos neuer Bewegung "Alternativa Popolare" abgelöst.

Auch mit seiner neuen Gruppierung "Alternativa Popolare" will Alfano weiterhin die Regierung Gentiloni unterstützen.
Auch mit seiner neuen Gruppierung "Alternativa Popolare" will Alfano weiterhin die Regierung Gentiloni unterstützen. - Foto: © LaPresse

Die Parteien in Rom rüsten sich für die Parlamentswahlen, die spätestens 2018 stattfinden werden. Nachdem links von der Demokratischen Partei um Ex-Premier Matteo Renzi kürzlich die neue Bewegung der Demokraten und Progressisten (DP) aus der Taufe gehoben wurde, kommt auch der Rechtsblock in Bewegung.

Außenminister Angelino Alfano hat nun nämlich seine 2013 gegründete konservative Rechtsbewegung „Nuovo Centro Destra“ (NCD) aufgelöst. Doch aus dem politischen Feld zurückziehen wird er sich deshalb keineswegs. Vielmehr hat er bereits eine Alternative parat, die er am Samstagabend vorstellte.

Weiter Unterstützung für Gentiloni

Die neue politische Kraft, die auch Splitterparteien aus dem Mitte-Rechts-Firmament anziehen will, heißt „Alternativa Popolare“ und bezieht sich auf die Tradition christdemokratischer Parteien in Italien. Die Gruppierung will mehr Stimmen aus dem konservativen Lager erobern, wie Alfano sagte.

Eine politische Allianz mit der ausländerfeindlichen Lega Nord und der Rechtspartei „Brüder Italiens“ (FDI) bei den Parlamentswahlen schloss Alfano aus. Die neue Gruppierung will weiterhin die Regierung von Premier Paolo Gentiloni unterstützen. Italien brauche in dieser Phase Parteien, die eine politische Alternative zum Populismus bieten könnten.

apa 

stol