Dank Italiens Bemühungen habe sich ein tiefer Wandel in den Prioritäten der EU vollzogen, die jetzt nicht nur auf Haushaltsdisziplin, sondern verstärkt auf Investitions- und Wachstumspolitik setze, lautet die Devise in Rom.Europa habe sich in den letzten sechs Monaten tief gewandelt und nicht nur, weil eine neue Kommission im Einsatz sei, meint der italienische Staatssekretär für Europapolitik, Sandro Gozi.„Beim letzten EU-Gipfeltreffen in Brüssel stand Europas Investitionspolitik auf Platz eins der Agenda. Der erste politische Akt der neuen EU-Kommission ist die Bestimmung einer neuen Investitionsstrategie. Das betrachten wir als Erfolg. Die Diskussion und die Verhandlungen in Brüssel fokussieren jetzt nicht mehr nur auf Sparen und Haushaltsdisziplin, sondern auf Investitionen zur Förderung des Wachstums. Jetzt muss dieser Weg fortgesetzt werden und sich in Tatsachen konkretisieren“, so Gozi im Gespräch mit ausländischen Journalisten in Rom.„Dank Italiens Bemühungen haben wir Europa klar gemacht, dass nicht alle Ausgaben negativ sind. Wenn sie zum Wachstum, zur Förderung der Beschäftigung beitragen, sind Ausgaben wünschenswert. Das ist ein Prinzip, das in Europa gelten muss“, betonte Gozi. Nach dem Ende des italienischen EU-Vorsitzes werde sich Italien unter der Leitung der Regierung Renzi weiterhin um Reformen zur Förderung des Wirtschaftswachstums bemühen. Prioritär sei dabei die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. „Italiens Wirtschaft muss wieder wachsen. Wenn sie das nicht tut, ist das nicht nur ein italienisches, sondern ein gesamteuropäisches Problem, denn wir sind die drittstärkste Volkswirtschaft der EU“, so Gozi.apa