Montag, 29. Juni 2015

Italiens Populisten-Parteien unterstützen Tsipras

Die Eskalation der Griechenland-Krise sorgt auch in Italien für politische Debatten. Populistische Gruppierungen befürworten einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone und das von der griechischen Regierung angesetzte Referendum.

Beppe Grillo - Archivbild
Beppe Grillo - Archivbild - Foto: © LaPresse

„Das Referendum in Griechenland ist ein Votum für die Freiheit“, erklärte die populistische Cinque Stelle-Bewegung um den Ex-Komiker Beppe Grillo.

„Der Widerstand gegen die Forderungen der Gläubiger ist der einzige Weg, um sich von den Ketten des Euro und der Austerität zu befreien. Das griechische Volk hat keine andere Wahl“, schrieben die Cinque Stelle-Parlamentarier der Auslandskommission des italienischen Parlaments.

Auch die italienischen Linksparteien begrüßen die Entwicklungen in Griechenland. Sie riefen Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan auf, im Parlament über das „verantwortungslose Ultimatum der Euro-Gruppe gegen Griechenland“ zu berichten.

Auch in Rechtskreisen wächst die Sympathie für die griechische Regierung. „Dieses Europa muss abgerissen und neu aufgebaut werden. Es ist gut, dass Tsipras Europa Widerstand leistet“, kommentierte der Chef der europakritische Lega Nord, Matteo Salvini.

Sogar die konservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi zeigt Sympathie für die Position der griechischen Regierung. „Ich stehe an Tsipras ´ Seite. Niemand mag dieses Europa“, erklärte der Fraktionschef der Forza Italia in der Abgeordnetenkammer, Renato Brunetta.

apa

stol