Samstag, 10. Oktober 2015

Italiens Staatsschulden sollen 2016 erstmals sinken

Italiens Staatsschulden, die circa 135 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmachen, sollen ab dem kommenden Jahr erstmals sinken.

Matteo Renzi will Italiens Staatsschulden senken. - Archivbild
Matteo Renzi will Italiens Staatsschulden senken. - Archivbild - Foto: © LaPresse

„Das ist mein Anliegen. Italien kann es schaffen“, betonte der italienische Premier Matteo Renzi am Samstag.

Mit einer Verschuldung von 135 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt Italien weit über der erlaubten EU-Grenze von 60 Prozent. Der riesige Schuldenberg in Höhe von 2.080 Milliarden Euro ist ein Hauptproblem der italienischen Wirtschafts- und Budgetpolitik.

Vor allem mit Privatisierungen will Renzi den hohen Schuldenberg abbauen. Am Montag startet die Regierung mit der Teilprivatisierung der staatlichen Post. Der Börsengang der Poste Italiane soll dem Staat bis zu 3,7 Mrd. Euro einbringen. Der Staat will so etwas weniger als 40 Prozent der Post privatisieren.

Die Privatisierung der Post ist für Italien der größte Börsengang seit 1999, als der Staat einen Anteil am Versorger Enel auf den Markt gebracht hatte. Im kommenden Jahr will die Regierung auch die Flugsicherung und die Staatsbahnen in private Hände geben.

apa

stol