Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zwischen Jänner und März um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Experten hatten hingegen mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet. Ende 2013 war die Wirtschaft noch erstmals seit Mitte 2011 wieder um 0,1 Prozent und damit leicht gewachsen.Die EU-Kommission traut Italien für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent zu. Regierungschef Renzi rechnet sogar mit einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent, aufgrund der Entwicklung dieser Monate könnte er jedoch zu einer Revision seiner Prognosen gezwungen werden. Damit gerät der seit Februar amtierende Premier auch politisch unter Beschuss. „Italien ist das einzige OECD-Mitglied, dessen Wirtschaft nicht wächst. Sogar Griechenlands BIP ist im ersten Quartal gestiegen“, kommentierte der Chef des Gewerkschaftsverbands CISL, Raffaele Bonanni. Forza Italia setzt die Regierung unter Druck. „Renzi soll erklären, warum die Wirtschaft trotz seines Optimismus weiterhin sinkt. Die Regierung ist unfähig, dem Land die notwendigen Impulse zu geben“, hieß es.mit