Montag, 17. Oktober 2016

Japan geht mit Gesichtserkennung gegen Terror vor

Die Gesichter von Ausländern werden bei der Einreise nach Japan nun automatisch mit Bildern von Terrorverdächtigen abgeglichen.

Bei der Einreise nach Japan vergleicht ein Scanner nun sofort das Gesicht von Reisenden mit jenem von Terrorverdächtigen.
Bei der Einreise nach Japan vergleicht ein Scanner nun sofort das Gesicht von Reisenden mit jenem von Terrorverdächtigen. - Foto: © shutterstock

Eine neue Gesichtserkennungstechnik wurde am Montag nach Angaben des Justizministeriums zur Terrorabwehr an 156 Flughäfen und Häfen im ganzen Land in Betrieb genommen.

Ausgenommen von der Maßnahme sind nach Angaben eines Sprechers der Einwanderungsbehörde Kinder unter 16 Jahren, Diplomaten und nachweislich in Japan wohnhafte Ausländer.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, Terrorverdächtige an Bahnhöfen und Flughäfen mit einer Gesichtserkennungssoftware aufspüren.

In Japan, einem der sichersten Länder der Welt, müssen sich seit November 2007 alle Ausländer im Alter von mindestens 16 Jahren bei der Einreise fotografieren und ihre Fingerabdrücke abnehmen lassen.

Bislang verglichen Beamte der Einreisebehörde die Bilder manuell mit denen von Terrorverdächtigen, wie die Agentur Kyodo meldete.

dpa

stol