Dienstag, 22. November 2016

Japan: TPP macht ohne USA keinen Sinn

Die Ankündigung des designierten US-Präsidenten Donald Trump, sich aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP zurückzuziehen, hat in Japan starke Irritationen ausgelöst.

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Das Handelsabkommen mache ohne die USA keinen Sinn, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Dienstag in Tokio. Ähnlich hatte sich zuvor Ministerpräsident Shinzo Abe auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires geäußert.

Trump hatte kurz zuvor in einer Videobotschaft gesagt, die USA würden sich am ersten Tag seiner Amtszeit aus TPP zurückziehen. Er werde das im Rahmen einer präsidialen Anordnung tun, sagte Trump am Montag.

Das Handelsabkommen TPP war ein Herzstück der Agenda von US-Präsident Barack Obama, der damit die Verbindungen zwischen den USA und Asien stärken wollte. Handelsabkommen waren ein wichtiges Thema des US-Wahlkampfs. Viele Menschen machen sie für den Verlust von Arbeitsplätzen und den Abbau der Industrie verantwortlich.

Neuseeland hält vorerst an Handelspakt TPP fest

Neuseeland will trotz der Absage des künftigen US-Präsidenten an die geplante transpazifischen Freihandelszone (TPP) zunächst an dem Bündnis festhalten. „Wir bleiben dabei: wir haben die TPP-Gesetzgebung verabschiedet, und andere Länder werden es auch bald tun. Wir sollten erstmal abwarten und sehen, was passiert“, sagte Handelsminister Todd McClay am Dienstag.

„Wir glauben weiter, dass TPP ein wertvoller Deal für alle beteiligten Länder ist. Solange wir nicht wissen, wie die US-Regierung sich genau verhalten wird, setzen wir den TPP-Prozess erstmal fort.“

dpa

stol