Lesen Sie hier, wie ein roter Wirbelwind auf vier Pfoten wieder Freude in das Leben der Meranerin brachte. Und natürlich auch in jenes seines sensiblen Katzenkumpels Pepe. <BR /><BR />Es war ein trauriger, schmerzhafter Tag für Jasmine Rifuggiato und ihren Lebensgefährten Jens Kaufmann. Jener Tag im September 2023. Seelenkater Marley war plötzlich verendet. Es hatte zuvor keinen Notfall, kein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung gegeben. „Wir waren am Boden zerstört“, schildert Jasmine.<BR /><BR /> Aber noch mehr „trauerte“ Katzenbruder Pepe. „Die beiden stammten, wie all unsere Katzen zuvor, aus dem Südtiroler Tierschutz und lebten schon seit Jahren bei uns. Marley war stets der mutige Charmeur, Pepe der vorsichtige Scheue – als Brüderpaar, ein Traum.“ <BR /><BR />Nach Marleys Tod isolierte sich Kater Pepe zunehmend von seinen Zweibeinern, wirkte apathisch und antriebslos. „Es tat uns im Herzen weh, ihn so zu sehen“, erzählt die Angestellte in einem Notariat. „Die Lösung: Ein neuer, junger Katzenkumpel für Pepe sollte bei uns einziehen. Also machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Tier, doch weder im Tierschutz noch bei Züchtern wurden wir in den Wintermonaten zunächst fündig.“ <h3> Gut sozialisiertes Tier aus Südtiroler Zucht</h3><?O_Kursiv><?_O_Kursiv>Durch Zufall landete Jasmine auf der Homepage von Marion Hofer. Die erfahrene und verantwortungsvolle Züchterin aus Atzwang hat seit 2011 die kleine, seriöse Sibirische Katzenzucht „Morus Alba“, die seit 15 Jahren Mitglied des deutschen Vereins „Koschka – Verein für Russische Katzenrassen“ und von der World Cat Federation (WCF) anerkannt ist. „Koschka“ gibt strenge Zuchtrichtlinien zum Wohl der Tiere vor, beispielsweise sind nicht mehr als zwei Würfe pro Jahr erlaubt. <BR /><BR />„Ich schilderte ihr unser Problem mit Pepe. Da er so scheu ist, benötigten wir ein gut sozialisiertes Tier. Und tatsächlich, durch eine Absage, hatte sie noch ein Sibirisches Kätzchen. Wir fuhren also nach Atzwang, um das Kitten, das auf den schillernden Namen Atticus morus alba hörte, kennenzulernen. Wir waren sofort verliebt und sagten zu.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1198887_image" /></div> Zahlreiche Videobotschaften und Handyfotos später konnten Jasmine und Jens den mittlerweile drei Monate alten Kater mit dem red-tabby-white-farbigen Fell in Atzwang abholen. Wie es sich für eine renommierte Zucht gehört, inklusive Impfpass, Bescheinigung einer tierärztlichen Untersuchung (Entwurmung, Impfungen), eines edlen Stammbaums, der die Reinheit der Rasse bescheinigt, sowie der Bestätigung, dass die Elterntiere auf genetische Erkrankungen getestet wurden, um das Risiko von Erbkrankheiten zu minimieren. <BR /><BR />Atticus' Vater Kameel Hagrid ist ein cream-golden-cl-tabby-white-farbener Sibirischer Kater, Mama Raiana morus alba eine „bunte“ Sibirische Katzendame. Beide Elterntiere leben bei Marion Hofer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1198890_image" /></div> <BR />Bis zum Abgabetermin im März 2024 hatte sich Jasmine Rifuggiato in die Thematik rund um die Rasse Sibirische Katze eingelesen. „Ich erfuhr beispielsweise, dass Sibirische Katzen sogenannte hypoallergene Katzen sind, die sich also für Menschen eignen, die an einer Katzenallergie leiden.“ Tatsächlich produzieren Sibirische Katzenrassen nahezu kein Fel-d1-Protein, das für die Allergie verantwortlich ist – vor allem fehlt das Protein bei Kätzchen und kastrierten Tieren. Oft ist es dieses Protein, das die Katze während der Fellpflege auf ihrem Fell ablagert, das beim Menschen allergische Reaktionen hervorruft. <BR /><BR />Die Sibirische Katze gilt außerdem als Naturrasse, das heißt, sie hat sich frei von züchterischen Eingriffen entwickelt. Sie verfügt über mittellanges Fell, eine kräftige Statur und ein ruhiges und oft sehr menschenbezogenes Wesen. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Sibirischen Katze liegt im Bereich der gesamten ehemaligen Sowjetunion, inzwischen ist die Fellnase auf allen fünf Kontinenten zu Hause (Infobox am Ende des Artikels).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1198893_image" /></div> <h3> Liebe auf den zweiten Blick</h3>„Als wir das Kätzchen in Atzwang abholten, hatten wir jede Menge Spielzeug und Decken im Körbchen“, sagt Jasmine. „Dennoch ,weinte‘ es herzzerreißend auf dem Rücksitz des Wagens. Also setzte ich mich zu dem Kleinen, nahm ihn aus dem Transporter, hob ihn auf den Arm und blickte ihm tief in die Augen. Ich glaube, in diesem Moment war ihm klar: Jetzt geht's ins neue Zuhause. Es war der Augenblick, in dem er mich als seine neue ,Katzenmami‘ akzeptierte. Den Rest der Fahrt war er still und betrachtete neugierig die Landschaft.“ <h3> Endlich ein neuer Kumpel für den traurigen Pepe</h3>Zu Hause in Meran wartete indes der einsame Pepe. „Wir hatten uns monatelang Gedanken über die Zusammenführung der Katzen gemacht und am Ende entschieden, dass wir sie nicht Schritt für Schritt durchführen, sondern die beiden sofort miteinander bekannt machten“, erzählt die erfahrene Katzenhalterin. „Und Pepe hat uns nicht enttäuscht. Vom ersten Moment an wurde er zum ,großen Bruder‘, der den Kleinen geduldig unter seine Fittiche nahm.“ Der Einzug des Kittens bedeutete für den sechs Jahre alten Kater das Ende der „Trauerzeit“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1198896_image" /></div> <BR />Aus dem weiß-roten Wirbelwind ist in den vergangenen Monaten ein stattlicher Kater mit sanft abgerundetem Kopf und bezaubernden Pinseln auf den Ohren geworden; ebenso rassetypisch: der dicke, flauschige Schwanz, plüschige Haarbüschel zwischen den Zehen, Hemdbrust, Halskrause sowie Knickerbocker. Sein Name lautet nunmehr Joy (für Freude). <BR /><BR />„Joy ist auch vom Charakter her eine typische Sibirische Katze“, erklärt Jasmine. Will heißen? „Liebenswürdig, treu, sozial und interessiert am Leben seiner tierischen und menschlichen ,Mitbewohner‘.“ Darüber freut sich auch die Schwägerin Lella, die bei den Samtpfoten wohnt, wenn Jasmine und Jens ihrer zweiten Leidenschaft nachgehen: dem Reisen. <BR /><BR />Pepe und Joy sind reine Wohnungskatzen, die sich nahezu jeden Winkel der großen Wohnung sowie den gesicherten Balkon mit ihren Zweibeinern teilen. Jede Menge Spielzeug und Kuschelbettchen sowie mehrere Katzenklos auf die Wohnung verteilt sind für Jasmine selbstverständlich, ebenso Katzengras und – dafür beneiden sie viele Katzenfreunde – ein sogenannter Catwalk auf dem Balkon. <BR /><BR />Gefüttert werden die Tiere mit hochwertigem Nassfutter mit einem hohen Fleischgehalt und – eigens für sie gekocht – mit Fleisch oder Fisch. Ab und zu gibt's etwas Trockenfutter. Und zwischendurch ein Leckerli.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1198899_image" /></div> <embed id="dtext86-70960773_listbox" />