Mittwoch, 01. März 2017

Juncker: „Europa muss hellwach sein“

Der Brexit werde, so „bedauerlich und schmerzhaft er auch sein mag, die EU auf ihrem Marsch in die Zukunft nicht stoppen können“, hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Mittwoch im Europaparlament bei der Präsentation des Weißbuchs zur „Zukunft der EU“ betont.

Ziel müsse es laut Juncker sein, gemeinsam als EU der 27 voranzumarschieren.
Ziel müsse es laut Juncker sein, gemeinsam als EU der 27 voranzumarschieren. - Foto: © APA/AFP

Ziel müsse es sein, gemeinsam als EU der 27 voranzumarschieren.

Generell will Juncker, dass sich die EU stärker darauf konzentriere, „handfeste Ergebnisse“ zu liefern, anstatt Absichten anzukündigen. Die Verhältnisse insgesamt und die Zusammenhänge würden „nicht jährlich, wechseln, nicht monatlich, nicht wöchentlich. Sie wechseln täglich. So sehr und so schnell, dass wir manchmal außer Atem kommen. Vor uns sind große Herausforderungen, hohe Hürden“, aber diese seien „mitnichten unüberwindbar“, so Juncker.

„Entweder wir werden von solchen Entwicklungen überrollt, niedergewalzt, oder wir lassen uns auf sie ein, gestalten sie und ergreifen neue Chancen, die sie mit sich bringen“.

„Europa muss seine Chancen nutzen“

Europa dürfe „nicht müde werden, Europa muss hellwach sein und muss die Chancen aktiv und manchmal proaktiv nutzen.“ Wenn „wir anderen Mut machen wollen, brauchen wir selbst welchen.“

Es sei auch Aufgabe der EU, deutlich zu machen, was Europa kann und was nicht. Bei der Jugendarbeitslosigkeit beispielsweise werde immer versprochen, nach jedem EU-Gipfel, das Problem zu bekämpfen. Aber „auf europäischer Ebene können wir keine Wunder vollbringen, wenn nationale Maßnahmen zu kurz greifen“.

apa

stol