Donnerstag, 21. März 2019

Junge Kämpfer für stärkere Rechte

Mitglieder der YPAC-Delegation kämpfen für Menschenrechte und bekommen dabei Unterstützung von der deutsch-italienischen Akademie.

Schülerinnen und Schüler der YPAC-Delegation Meran zu Gast in der deutsch-italienischen Akademie: Experte Philipp Rossi (letzte Reihe, 2 v. l.) informiert die acht Jugendlichen und zwei Lehrkräfte über die Menschenrechtslage.
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Schülerinnen und Schüler der YPAC-Delegation Meran zu Gast in der deutsch-italienischen Akademie: Experte Philipp Rossi (letzte Reihe, 2 v. l.) informiert die acht Jugendlichen und zwei Lehrkräfte über die Menschenrechtslage.

Vom 25. - 29. März tagt an der Fachoberschule für Tourismus und Biotechnologie „Marie Curie“ (FOS) in Meran das Jugendparlament zur Alpenkonvention (YPAC). Rund 80 Schülerinnen und Schüler aus sieben europäischen Ländern werden in dieser Woche anspruchsvolle Debatten führen, Resolutionen ausarbeiten und diese im April den Ministern der Alpenkonferenz vorlegen.

Auch Politiker und Fachexperten nehmen an den Debatten des Kongresses teil. Vergangenen Freitag haben sich vorab acht Südtiroler Delegierte des YPAC bei der deutsch-italienischen Akademie in Meran zum Thema Menschenrechte vertiefend informiert. Referent Phillip Rossi, Student der Rechtswissenschaften in Innsbruck, verschaffte den jungen Ambitionierten neue Informationen und Inputs. In Kooperation mit den Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient betreibt die deutsch-italienische Akademie nämlich die sogenannte Euphur-Plattform, eine Initiative der Euregio, welche elementare Fragen des Völkerrechts aufarbeitet und in die Köpfe der Menschen zurück katapultieren will. „Die Einhaltung dieser Grundrechte“, so Rossi, „ist nicht so selbstverständlich, wie viele meinen“.

Laut dem Report des Jahres 2017/18 von Amnesty International seien auch in diesem Jahr die Menschenrechte von Regierungen und militanten Gruppen weltweit mit Füßen getreten worden. 

Nun schaltet sich auch die Jugend ein und so vereinen sich in der letzten Märzwoche über 80 Schülerinnen und Schüler aus sieben Ländern der EU, um über das Thema Menschenrechte, aber auch um über Gesundheit, Umwelt und die Beteiligung der Jugend zu diskutieren und Beschlüsse auszuarbeiten. „Es sind nämlich diese Heranwachsenden, die auch in den nächsten Jahren für eine gerechtere Welt kämpfen müssen“, sagt David Augscheller, Lehrer und Hauptorganisator des diesjährigen Jugendparlaments zur Alpenkonvention in Meran. 

Das Jugendparlament der Alpenkonvention findet alljährlich in einem anderen Alpenstaat statt. Ziel ist es, die Gestaltung der Zukunft der Alpenregionen nicht allein der Politik zu überlassen. „Jugendliche sollen in der Politik mitwirken und neue Ideen einbringen können“, sagt Johanna Erlacher, Schülerin der FOS und eine der vier Präsidentinnen der 14. Ausgabe des YPAC. Eröffnet wird das Jugendparlament zur Alpenkonvention am 26. März im Kurhaus von Meran.

FOS "Marie Curie" ", Meran

stol