<b>Von Stephan Niederegger</b><BR /><BR />Gerade die Form des Musicals hat es ihr angetan, denn dies sei die „coole Kombination“ von allen Dreien. Zum Jahresende fiel der letzte Vorhang ihres neuesten Projektes mit dem Vocalensemble „Die Sisters“. Das Weihnachtsmusical „Der*die Nächste, bitte!“ erzählt vom Klinikalltag in der Ersten Hilfe eines Krankenhauses, als sich die hochschwangere Mary mit ihrem Mann Sepp anmeldet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117191_image" /></div> <BR />Als Autorin beleuchtet sie darin in witziger und wertschätzender Weise die Arbeit des Pflegepersonals und der Ärztinnen und Ärzte, denn „Humor ist die beste Medizin“. Dabei verarbeitet Jutta Wieser, wie schon der Titel verrät, auch das viel diskutierte Gender-Thema. <BR /><BR />Ihr geht es dabei nicht ums Polarisieren, sondern um das Wahrnehmen und Wahrgenommen-Werden, um das unvoreingenommene Zuhören. Aus einer eigenen Lebenskrise heraus kam sie durch Benno Kapelari, den Mitgründer der Dialogakademie Österreich (gemeinsam mit Eelco de Geus), zur Dialogbegleitung. Es sei dies eine andere Art der Kommunikation, um eigene Muster zu durchbrechen und aus der schnellen Reaktion heraus- und in eine andere Art des Zuhörens hineinzukommen, erklärt sie. <h3> Dialog – Kraft der Veränderung</h3>Als Dialogbegleiterin und mittlerweile Referentin an der Dialogakademie will Jutta Wieser die eigenen Erfahrungen weitergeben, unter anderem auch durch ihr Buch „Dialog – Kraft der Veränderung: Vom Gelingen unserer Beziehungen“ (Renate Götz Verlag), das sie gemeinsam mit Benno Kapelari geschrieben hat. Es gehe ihr auch um Spiritualität, „um eine Verbindung nach oben“, wenn man die eigenen Talente nutzen und weitergeben kann, ist sie überzeugt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117194_image" /></div> <h3> Von der Familie und vom Gesang</h3>Noch mehr von sich selbst gibt sie in ihren eigenen Liedern preis. Schon in der Oberschulzeit mit der Band „Inkognito“ hatte sie neben Cover-Songs eigene Texte gesungen. Im vergangenen Mai feierte sie die Premiere des Programms „Mitternachtsblau“ mit ihrem früheren Gitarrenlehrer und mittlerweile langjährigen Freund, dem Musiker und Komponisten Ossy Pardeller – mit dem Duo „Herbstmond“, zuerst in der Neuen Tribüne Wien und 2 Tage später in der Kommende Lengmoos.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117197_image" /></div> <BR />„An erster Stelle steht jedoch meine tolle Familie“, unterstreicht Jutta Wieser. Mit ihrem Mann Martin und den Töchtern Lena, Hannah und Lilly, aber auch mit Freunden ist sie gerne unterwegs, am liebsten zu Fuß. Es sei einfach ein Privileg, in Südtirol zu wohnen, sagt sie und zeigt sich damit glücklich, in unserer schönen Landschaft zu leben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117200_image" /></div> <BR /> Sie ist gerne draußen: „Die Natur ist ein total urteilsfreier Raum, wo du sein kannst, wie du bist.“ Für Urlaub sei heuer allerdings zu wenig Zeit gewesen, resümiert sie. Das wolle sie im nächsten Jahr besser machen und wieder mehr auf Reisen gehen. <h3> Etappenreisen in der Freizeit</h3>Dabei macht sie am liebsten Etappenreisen, bei denen die Route und ein paar Fixpunkte geplant sind, alles Übrige aber dem Zufall und der Tageslaune überlassen wird. Schon auf ihrer Hochzeitsreise vor 23 Jahren waren Martin und sie 3 Wochen lang in einem gemieteten Auto in den USA unterwegs, um von Tag zu Tag das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zu erkunden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117203_image" /></div> <BR />Damals waren sie wohl Pioniere in dieser Art des Reisens, in einer Zeit, in der es keine Smartphones, kein Google Maps und kein Booking gab. Heute sei es wesentlich einfacher, schmunzelt sie und schwärmt noch von der Reise nach Paris vor 2 Jahren anlässlich des Mittelschulabschlusses ihrer jüngsten Tochter Lilly. Das Kunstmuseum im Louvre, die felsige Insel Mont-Saint-Michel an der Nordküste Frankreichs und die Gärten von Claude Monet in Giverny lagen dabei auf der Reiseroute.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68079458_listbox" /><h3> Mit Meditation gut in den Tag</h3>Jutta Wieser beginnt jeden Morgen mit einer 20-minütigen Meditation, um gut in den Tag zu starten – ganz egal, ob sie zur Frühsendung um 5 Uhr im Funkhaus bei der RAI am Mazziniplatz in Bozen sein muss oder erst am Nachmittag einen Termin hat. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117206_image" /></div> Und immer, wenn es die Zeit erlaubt, hört sie zu Hause Musik und tanzt dazu. Sie nennt es das „Küchentanzen“, denn dann wird der Küchenboden zum Tanzparkett. Beim Tanzen kann sie entspannen und den Alltag vergessen, so auch beim Tango Argentino, den sie seit Kurzem für sich entdeckt hat. Diese Kombination aus Bewegung und Dialog, das ästhetische Frage- und Antwortspiel der Tanzpaare fasziniert sie.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68079457_listbox" />