Erste Erkenntnisse waren da schon Tag und Nacht, der Umlauf des Mondes um die Erde sowie die Jahreszeiten, wo solche zu erkennen waren. Viel später kamen die Menschen drauf, dass die Umlaufzeit der Erde um die Sonne nicht in einem ganzzahligen Wert auszudrücken darzustellen gilt, da hier immer noch eine Kleinigkeit übrig blieb. <BR /><BR />Zu allen Zeiten war man versucht, eine Form zu finden, diese natürlichen Begebenheiten in ein System zu pressen. Umgesetzt konnte so etwas nie. Daneben bestand zu allen Zeiten und auch heute noch das Bedürfnis, in Kalendern gleichzeitig den Umlauf des Mondes bzw. den Wechsel der Mondphasen zu berücksichtigen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="800822_image" /></div> <BR />Der heute weltweit am häufigsten genutzte Kalender, der Gregorianische Kalender, geht auf die unter Papst Gregor XIII. angeordnete Kalenderreform aus dem Jahre 1582 zurück. Um den Anschluss an den früher üblichen Julianischen Kalender zu gewinnen, muss berücksichtigt werden, dass seinerzeit auf den 4. Oktober 1582 (julianisch) sofort der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) folgte. Der Frühlingsanfang wurde auf den 21. März festgelegt. <BR /><BR />Die Schaltregel, die im Julianischen Kalender darin bestand, in jedem vierten Jahr einen Schalttag einzufügen, wurde dahingehend verbessert, dass zunächst alle Jahre, deren letzte beiden Ziffern sich ohne Rest durch 4 dividieren lassen, Schaltjahre mit 366 Tage sind. Aber die Jahre mit einer ganzen Jahrhundertzahl, deren Division durch 400 nicht aufgeht, Gemeinjahre mit 365 Tage sind (so etwa: 1700, 1800, 1900). Geht die Division durch 400 auf, liegt ein authentisches Schaltjahr vor, zum Beispiel 1600, 2000, 2400). <BR /><BR />Damit hat das Gregorianische Jahr eine Durchschnittslänge von 365,2425 Tage, das sind nur noch rund 0,0003 Tage mehr als die Länge des tropischen Jahres, sodass der Fehler des Gregorianischen Kalenders erst nach etwa 3000 Jahren auf einen Tag anwächst.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="800825_image" /></div> <BR /><BR />Die Zählweise „vor oder nach Christi Geburt“ liegt auf Ermittlungen des Geburtsjahres Christi zurück, die der römische Münch Dionysius in den Jahren 526 - 530 allerdings in historisch fehlerhafter Weise ausführte. Sie wurde etwa vom Jahr 607 an gebräuchlich. Ein Jahr 0 gibt es bei dieser Zählweise nicht. Daneben läuft zu chronologischen Zwecken ein astronomischer Kalender, der allein aus rechentechnischen Gründen ein Jahr 0 einführen musste. Das Jahr -6 entspricht heute chronologisch oder astronomisch dem Jahr 7 vor Christi, oder vor der Zeitwende, abgekürzt „v. d. Ztw“. Die Geburt Christi fand wahrscheinlich in diesem Jahr statt.<BR /><BR />Die Festlegung der kirchlichen Feste richtet sich in dem durch den Mondlauf bestimmten Ostertermin. Ostern wird gemäß einem Beschluss aus dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Die Berechnung erfolgt nicht exakt astronomisch, sondern nach einer vereinfachten Regel. <h3> Sonnen- und Mondzirkel</h3>Der Sonntagsbuchstabe gibt an, auf welchen Tag der erste Sonntag des Jahres fällt: A für den 1.1., B für den 2.1., C für den 3.1., usw. Die Sonntagsbuchstaben wiederholen sich in der genau gleichen Reihenfolge nach je 28 Jahren. Die Tage eines Kalenderjahres werden mit den 7 Tagesbuchstaben A bis G gekennzeichnet: Der 1. Januar hat den Tagesbuchstaben A, der 7. Januar den Tagesbuchstaben G. Ab dem 8. Januar und danach ab jedem siebten Tag wiederholen sich diese 7 Tagesbuchstaben. Dies führt zu Sonnenzirkeln. Es wird ab dem Jahr 9 vor Chr. an berechnet und erhielt damals die Ziffer 1. Für Jahre n. Chr. erhalten wir den Sonnenzirkel, wenn man zur Jahreszahl 9 addiert und durch 28 dividiert, der Rest ist dann der Sonnenzirkel, wobei ein Rest 0 = 28 gleichgesetzt wird. <BR /><BR />Die Gregorianische Epakte, bzw. der Mondzirkel eines Jahres gibt die Zahl der Tage an, die vom Neumond des vergangenen Jahres bis zum Jahresanfang verflossen sind, also das so genannte Mondalter zu Beginn des Jahres. Dementsprechend wird das jeweilige Jahr einem Zyklus zugeteilt. Im Julianischen Kalender ist die so genannte julianische Epakte das Mondalter am 22. März definiert. Die Epakte wird zu Bestimmung des Ostertermins im Julianischen Kalender benötigt.<BR /><BR />Die Goldene Zahl (lat.: Numerus aureus) kennzeichnet die Position eines Kalenderjahres der christlichen Ära innerhalb des 19-jährigen Mondzirkels. Dieser Position, von der das Osterdatum abhängt, sind die Goldenen Zahlen 1 bis 19 fortlaufend zugeordnet. Die Goldene Zahl gibt an, auf das wievielte Jahr im 19jährigen Mondzyklus ein gegebenes Jahr fällt. Man erhält diese Goldene Zahl durch Addition von der Zahl 1 zur Jahreszahl und dann eine Division durch 19. Der Rest ist die Goldene Zahl. Ein weiterer Rest wird gleich 19 gesetzt. <BR /><BR /><BR />Für astronomische Berechnung ist es oft zweckmäßig, auch eine darauffolgende Tageszählung zur Verfügung zu haben. Dies erreicht das Julianische Datum. Nullpunkt ist hypothetisch der 1. Jänner 4713 v. Chr. um 12 Uhr WZ (Weltzeit, auch Universalzeit genannt), demnach 13 Uhr MEZ. Der Tageswechsel erfolgt also nicht um Mitternacht, sondern um Mittag Weltzeit, was zu beachten ist. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="800828_image" /></div> <BR /> Der islamische Kalender ist dagegen ein reiner Mondkalender mit 29 bzw. 30 Tagen langen Monaten. Es gibt Gemeinjahre zu 354 und Schaltjahre zu 355 Tagen. Für Muslime hat ein normale Jahr 12 Monate auf Mondbasis, das sind 12 mal 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Dadurch entsteht ein Zeitraum von 354 Tagen, demnach zu wenig für ein tatsächliches astronomisches Jahr. <BR /><BR />Dieser Zeitraum wird innerhalb 30 Jahren wieder eingeholt, da in dieser Zeit der Überschuss von 8 Stunden und 48 Minuten auf eine volle Zahl an Tagen anwächst. Es entstehen 30 mal 8 Stunden und 48 Minuten, was exakt 264 Stunden ergibt, eben 11 Tage. Wenn man 11 Tage innerhalb von 30 Jahren in den Kalender einpflegt, erlangt man regelmäßig Schaltjahre, die dem Mondlauf widerspiegeln. Die Jahreszählung beginnt mit der Flucht Mohammeds aus Mekka am 16. Juli 622 n. Chr. <BR /><BR />Der jüdische Kalender ist etwas komplizierter, da er eine Mischung zwischen Mond- und Sonnenkalender darstellt (Lunisolarjahre). Die Jahre werden vom 7. Oktober 3761v. Chr. gezählt, für dieses Datum sieht diese Volksgruppe die Erschaffung der Welt vor. Der Tag wird um 6 Uhr abends begonnen. <BR /><BR />