Dienstag, 27. Juni 2017

Kalifornien will Glyphosat auf schwarze Liste setzen

Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat soll im US-Staat Kalifornien auf eine schwarze Liste gesetzt werden.

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Wie die zuständige Aufsichtsbehörde (Office of Environmental Health Hazard Assessment, OEHHA) am Montag auf seiner Webseite mitteilte, werde Glyphosat ab dem 7. Juli als Chemikalie aufgelistet, die nach Erkenntnissen des Staates Krebs verursachen kann.

Glyphosat ist eins der am meisten verkauften Unkrautvernichtungsmittel. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen „Roundup“ der Firma Monsanto.

Die Umwelt-Behörde verweist auf ein 1986 in Kraft getretenes Gesetz (Proposition 65) zum Schutz des Trinkwassers. Der Staat sei durch diese Verordnung verpflichtet, krebserregende Substanzen und andere gesundheitsschädliche Stoffe kenntlich zu machen.

Gegner des umstrittenen Unkrautgifts hatten in Europa Mitte Juni einen Teilerfolg erzielt. Eine europäische Bürgerinitiative hat eine Million Stimmen für ein Verbot gesammelt, wie Unterstützer der Initiative mitteilten. Damit dürfen die Aktivisten ihr Anliegen auf Verbot im EU-Parlament vortragen und die Europäische Kommission zu einer Stellungnahme auffordern. Die EU-Kommission muss die Initiative innerhalb von drei Monaten prüfen.

dpa

stol