Freitag, 18. Januar 2019

Kammerlander: „Wäre gern statt einem meiner Freunde gestorben“

In einem bewegenden Interview in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz am späten Donnerstagabend hat Extrembergsteiger Hans Kammerlander seinen Film „Manaslu - Berg der Seelen“ vorgestellt und die tragischen Ereignisse von damals noch einmal Revue passieren lassen.

Im Interview mit Markus Lanz lässt Hans Kammerlander die tragische Expedition auf den Manaslu 1991 Revue passieren. - Foto: Screenshot
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Im Interview mit Markus Lanz lässt Hans Kammerlander die tragische Expedition auf den Manaslu 1991 Revue passieren. - Foto: Screenshot

Der Film behandelt vorrangig die Expedition im Jahre 1991 auf den Achttausender Manaslu.

Es war Kammerlanders erste Expedition, die er selbst organisiert hatte und zu der er seine beiden sehr guten Freunde Karl Großrubatscher und Friedl Mutschlechner eingeladen hatte. Beide sollten den Berg nicht lebend verlassen.

Die Dreharbeiten, so erklärt Kammerlander im Interview, waren beeindruckend, harte Momente wurden schmerzhaft in Erinnerung gerufen.

Bei eingeblendeten Filmszenen während des Interviews wird deutlich, wie sehr die Vergangenheit Hans Kammerlander auch heute noch bewegt, sein Gesicht spricht Bände.

„Es war das Härteste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Innerhalb von 4 Stunden verlor ich zwei meiner engsten Freunde, absolute Bergprofis, einen durch einen unbemerkten Absturz, den anderen durch einen Blitzeinschlag. Ich konnte mich mit letzter Kraft ins Zelt retten. Ich wäre gerne statt einem der beiden gestorben, denn mitunter das Schlimmste war es, nach dem Abstieg die furchtbare Nachricht zu überbringen.“ 

Das gesamte Interview ist auf der ZDF-Mediathek zu finden, es beginnt bei Minute 52:55.

stol/liz

stol