Mittwoch, 01. Februar 2017

Kampf gegen Extremismus: Italien schließt Nationalen Pakt

Das italienische Innenministerium und mehrere Islamverbände wollen bei der Bekämpfung von religiösem Extremismus stärker zusammenarbeiten. Dies ist eines der erklärten Ziele des „Nationalen Pakts für einen italienischen Islam“, den Innenminister Marco Minniti und Vertreter der Verbände am Mittwoch in Rom unterzeichnet haben.

Das italienische Innenministerium und mehrere Islamverbände wollen bei der Bekämpfung von religiösem Extremismus stärker zusammenarbeiten.
Das italienische Innenministerium und mehrere Islamverbände wollen bei der Bekämpfung von religiösem Extremismus stärker zusammenarbeiten. - Foto: © LaPresse

In dem Dokument habe man sich auch darauf verständigt, dass Orte des Gebets auch für nicht-muslimische Besucher geöffnet, Freitagsgebete auf Italienisch abgehalten oder übersetzt und die Finanzierung des Baus und der Unterhaltung von Moscheen und anderen Kultstätten offengelegt werden. Minniti betonte die Bedeutung der Vereinbarung für die Zukunft des Landes, in dem es verschiedene Religionen gebe, aber jeder Italiener sei.

Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge repräsentieren die Verbände etwa 70 Prozent der in Italien lebenden Muslime.

dpa

stol