Montag, 15. Mai 2017

Kassationsgericht: „Migranten müssen unsere Werte respektieren“

Migranten, die im Westen leben haben die Pflicht, sich den Werten der Gesellschaft anzupassen, in der sie sich niedergelassen haben, auch wenn sie jenen ihrer Herkunftsländer widersprechen.

Foto: © LaPresse

Somit begründete das Oberste Gericht in Rom die Verurteilung eines indischen Sikhs, der in Italien mit einem Säbel (Kirpan) in der Tasche erwischt worden war.

Zwar fördere die italienische Verfassung den Pluralismus in sozialer Hinsicht, Migranten seien jedoch zum Respekt der Gesetze und der Grundwerte der Gesellschaft gezwungen, die sie aufgenommen habe, auch wenn diese mit Prinzipien ihrer Religion, oder ihres Herkunftslandes in Konflikt seien, urteilten die Richter.

Mit dieser Begründung lehnten die Obersten Richter den Einspruch eines in der lombardischen Provinz Mantua lebenden Sikh ab, der zur Zahlung einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt worden war, weil er 2013 mit einem 20 Zentimeter langen Säbel in der Tasche erwischt worden war.

Der Inder hatte behauptet, er würde Säbel und Turban als „Erfüllung einer religiösen Pflicht“ bei sich tragen.

apa

stol