Der Liebe Gottes sicher sein – ein herausforderndes Thema, vor allem dann, wenn diese Liebe nicht spürbar ist und unser Leben von Krankheit, Arbeitslosigkeit, finanziellen Sorgen oder Vereinsamung bestimmt ist. Bereits in der Bibel wird über Frauen berichtet, denen es ähnlich ergangen ist und so wurden auf dem Weg nach Säben vier Stationen gestaltet, bei denen Frauenschicksale - einst und jetzt – aufgezeigt wurden.Dabei sind den Pilgerinnen Frauen aus der Bibel begegnet, in deren Lebensbiografien sich auch heute viele Menschen wiederfinden können: Frauen, leer und ausgebrannt (blutflüssige Frau); Frauen, abgestempelt und ausgegrenzt (Sünderin); Frauen ohne Lebensperspektive (Witwe von Sarepta); Frauen, zerbrochen an der Last des Lebens (Heilung einer Frau am Sabbat). Alle diese Frauen waren offen für Gottes Wirken. Sie vertrauten auf Jesus und ließen sich von seiner Liebe berühren. So waren Heilung, Veränderung und Neubeginn möglich.Oben angekommen haben die Teilnehmerinnen in der Kreuzkirche eine Frauenliturgie gefeiert. Noch einmal stand ein Gleichnis mit Mittelpunkt der Feier, in dem Gottes Liebe sichtbar wurde. Im Bild der verlorenen Drachme, die von der Frau so lange gesucht bis sie gefunden wird und deren Freude über das Gefundensein wurden die Pilgerinnen noch einmal in der Liebe Gottes bestärkt.Als Symbol der Wallfahrt wurde die Rose gewählt. Sie ist ein Sinnbild für die Liebe. Die Rose verströmt ihren Duft und ihre Schönheit an alle, ohne auszuwählen. Wir können uns an ihr erfreuen. So dürfen wir auch Gottes unendliche Liebe bedingungslos erfahren.Was im Jahr 2003 mit 40 Personen klein begonnen hat, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer großen Wallfahrt entwickelt: Frauen aus allen Landesteilen, jung und alt, sind gekommen. „Wenn über 350 Frauen jetzt im Frühjahr, wo alles wieder zu wachsen und zu blühen beginnt, gemeinsam unterwegs sind, dann ist das ein starkes Zeichen für die Frauenkraft, die Leben schafft“, so die Vorsitzende der kfb, Irene Vieider in ihren Dankesworten am Ende der Wallfahrt und weiter: „diese Kraft wird wirksam, wenn sich wir uns immer wieder in der Gemeinschaft stärken, das Leben und das Wirken Gottes feiern und sich seiner Liebe vergewissern, so wie bei dieser Wallfahrt, damit wir unseren Weg beherzt und neu begeistert weiter gehen können, jede an ihrem Platz und spüren, dass sich dadurch sehr viel bewegt.“Katholische Frauenbewegung, Bozen