<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Ist die Katze erkältet, zeigt sie folgende typische Symptome: Sie niest häufig und/oder hat einen wässrigen Nasenausfluss, die Augen tränen. Sie ist müde, schläft mehr als sonst und ist zurückgezogener. Jetzt braucht sie vor allem eines: viel Ruhe. An regnerischen Tagen kann auch eine Wärmflasche helfen. <BR /><BR />Zudem sollte man jetzt darauf achten, dass die Katze ausreichend trinkt (frisches Wasser und Nassfutter anbieten). Trinkt sie zu wenig, kann man etwas Thunfischsaft oder Hühnerbrühe ohne Salz zum Wasser geben.<BR /><BR />Sekrete an Augen und Nase lassen sich vorsichtig mit einem fusselfreien, feuchten Tuch entfernen. Wichtig: nur Wasser – keinen Kamillentee oder Ähnliches verwenden.<BR /><BR />Eine Erkältung dauert oft bis zu zehn Tage. Unbedingt den Tierarzt aufsuchen sollte man, wenn die Symptome nach drei Tagen nicht zumindest leicht abklingen, wenn die Katze nicht frisst oder trinkt (innerhalb von 24 Stunden!), wenn sich das Sekret aus Augen oder Nase verfärbt oder wenn es zu Fieber kommt – die normale Körpertemperatur einer Katze liegt zwischen 38 und 39,2 Grad. <BR /><BR />Der Tierarzt kann feststellen, ob es sich um einen harmlosen Schnupfen oder eine ernst zu nehmende Infektion handelt. Denn es gibt neben der klassischen Erkältung bei Katzen auch den gefürchteten Katzenschnupfen – eine ansteckende Atemwegserkrankung, die durch verschiedene Viren und Bakterien, vor allem Herpes- und Caliciviren, verursacht wird. Sie betrifft alte und geschwächte Katzen, aber besonders anfällig für Katzenschnupfen sind Katzenkinder.<h3> Gefährlicher Katzenschnupfen</h3>Katzenschnupfen wird durch Viren und/oder Bakterien ausgelöst und ist für andere Katzen hochansteckend. Übertragen wird die Krankheit entweder durch den Kontakt unter Katzen, aber auch über Futter, Gegenstände wie beispielsweise Schuhe oder direkt über den Menschen als Zwischenträger – der übrigens selbst nicht mit Katzenschnupfen angesteckt werden kann.<BR /><BR />Nachdem sich die Katze infiziert hat, vergehen meist einige Tage, bis die ersten Symptome auftreten. Zunächst niest sie viel, ihre Augen beginnen zu tränen und die Nase läuft. Allgemein wirkt das Tier abgeschlagen, auch Fieber kann auftreten. Bis hierhin also dieselben Symptome wie bei einem normalen Schnupfen. <BR /><BR />Im Laufe der Krankheit werden Tränenflüssigkeit und Nasenausfluss aber häufig eitrig, schleimig und verkrustet, die Augen verkleben. Im Maulbereich können entzündliche Geschwüre auftreten und der Schnupfen kann zu Atemnot führen. Je nach Verlauf kann Katzenschnupfen unbehandelt sogar tödlich sein.<BR /><BR />Da sich die Krankheit auf die oberen Atemwege auswirkt, bekommt die Katze schlecht Luft, die Atemgeräusche „rasseln“. Auch Beschwerden beim Schlucken und Husten gehören zu den typischen Symptomen des Katzenschnupfens. Es kann zu Bindehautentzündungen kommen, zu Atemwegsinfektionen oder Lungenentzündungen.<BR /><BR />Die beste Hilfe ist Vorbeugung: Gegen die wichtigsten Auslöser, die Herpes- und Caliciviren, gibt es wirksame Impfungen. Tipp: Zusätzlich sollte man auf ausreichend Hygiene achten und die betroffene Katze von anderen trennen, damit sie diese nicht ansteckt. Freigängerkatzen dürfen vorerst nicht nach draußen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75361894_listbox" />