<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Katzen, die nicht nach draußen dürfen, kann es schnell langweilig werden. Zwar gehen auch sie zu Hause auf Entdeckungstour oder beobachten das Geschehen draußen, allerdings brauchen sie zusätzlich Beschäftigung. Das geht natürlich am besten mit Artgenossen, weshalb Wohnungskatzen besser nicht alleine gehalten werden sollten, aber auch Spielzeug sollte nicht fehlen.<BR /><BR />Beliebt sind besonders Spielzeuge, die sich bewegen. Katzenangeln mit Plüsch oder Federn, Sisalbälle und Stoffmäuse eignen sich ideal als Katzenspielzeug. Um Konzentration und Intelligenz zu fördern, gibt es im Zoofachhandel spezielle Intelligenzspielzeuge für Katzen.<BR /><BR />Weniger geeignet sind Wollknäuel oder Spielzeuge mit lösbaren Kleinteilen aus Plastik oder anderen harten Materialien. Das Spielzeug muss robust und widerstandsfähig sein und muss auch nicht immer gekauft werden. Selbst aus alten Socken kann ein Katzenspielzeug entstehen: Dazu einfach Stoffreste in eine alte Socke füllen, eine andere darüberstülpen und schon ist das erste Spielzeug fertig. Auch Naturmaterialien sind beliebt, wie Tannenzapfen, Korken oder kleine Stöckchen. Aus einem simplen Karton wird eine Abenteuerburg, aus einer Klopapierrolle ein Jagdmotiv. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.<h3> Richtig spielen</h3>Das Spiel selbst sollte aus viel Action bestehen. Dinge, die über den Boden fliegen oder gezogen werden, sind spannend, und wenn sich die Katze dann noch ab und zu an ihrer „Beute“ festkrallen darf, befriedigt das den Jagdtrieb und sorgt dafür, dass das Spiel nicht zu schnell langweilig wird.<BR /><BR /><b>Tipp:</b> Spielzeuge nur zum Spielen herausholen und danach wieder im Schrank verstauen. So bleiben sie interessanter. Einige dürfen natürlich auch bleiben, damit sich die Katze selbst beschäftigen kann, wenn Mensch nicht zu Hause ist. Um das Tier nicht zu überfordern, sollte man immer nur ein Spielzeug pro Spieleinheit verwenden, und am besten schließt man immer mit einem positiven Erlebnis ab.<h3> Beißen beim Spielen</h3>Wer eine Katze hat, die beim Spielen gerne aufdreht und zubeißt, kann und sollte dieses Verhalten unterbinden, damit es in Zukunft zu weniger Bissen kommt. Am einfachsten geschieht dies, indem die Katze für sanftes Spielen belohnt wird. Das heißt, spielt die Katze mit den Pfoten, aber nicht mit den Krallen oder Zähnen, wird weitergespielt – das ist ihre Belohnung. Wird sie zu wild, wird das Spiel kommentarlos unterbrochen. Eine Hilfe kann auch sein, die Hände nicht als Spielzeug zu verwenden, sondern beispielsweise eines aus Sisal, in das die Katze nach Herzenslust hineinbeißen darf. <BR /><BR />Beim Basteln für Haustiere zu vermeiden sind: scharfe und spitze Kleinteile (Tackerklammern, Sicherheitsnadeln, Büroklammern), andere Kleinteile (Kunststoffperlen, Murmeln, Steinchen, Gummibänder, Knetgummi), synthetische Materialien (Folie, Polyesterfäden, Lametta) und Plastiktüten (Erstickungsgefahr).<h3>Tricks mit Leckerlis</h3>Wie Hunden kann man auch Katzen kleine Tricks beibringen. Dabei ist alles erlaubt, was Tier und Mensch Spaß macht. Zuerst müssen die Kommandos etabliert werden. Das heißt, wenn die Katze das gewünschte Verhalten (wie beispielsweise „Sitz“) zeigt, bekommt sie das Kommando „Sitz“ und ein Leckerli. Achtung: Die Betonung sollte immer gleich sein – wer Erfahrung mit dem Clicker hat, kann auch diesen dafür nutzen.<BR /><BR />Ist die Katze erfolgreich trainiert, sollte nur noch dann belohnt werden, wenn sie den Trick auf Kommando ausführt, und nicht, wenn sie ihn von sich aus anbietet. Es ist zudem wichtig, die Leckerlis in den Tagesbedarf der Samtpfote einzurechnen und auf hochwertige Belohnung zu achten. <BR /><BR />Viele Snacks, die es in der Tierhandlung oder im Supermarkt zu kaufen gibt, sind leider sehr ungesund. Sie enthalten häufig ungesunde Füllstoffe. Daher sollte man lieber wenige, dafür aber hochwertige geben, die weder Getreide noch Zucker oder Zusatzstoffe enthalten. Gut eignen sich naturbelassene Snacks wie getrocknetes Fleisch oder Fisch. Die Finger davon lassen sollte man lieber, wenn auf der Zutatenliste „tierische Nebenerzeugnisse“, „Öle und Fette“, „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“ stehen.<h3> Streicheleinheiten</h3>Nicht jede Katze spielt gerne, und auch im Alter sinkt die Spielfreude meist. Streicheleinheiten lieben manche Katzen dafür umso mehr. Wenn Mieze also die Nähe zum Menschen sucht und signalisiert, dass sie gestreichelt werden möchte, ist auch das eine gute Möglichkeit, sie zu beschäftigen. Zudem stärkt Körperkontakt die Bindung.<BR /><BR />Die meisten Katzen mögen es, an Stirn, Scheitel, Nacken, Kinn und Hals gekrault zu werden. Dabei sollte man sanft vorgehen und sie nicht tätscheln oder gegen den Strich streicheln – also nicht vom Schwanz in Richtung Kopf, sondern immer umgekehrt. Nicht gerne gestreichelt werden Katzen an den Beinen, an den Pfoten und vor allem am Bauch.