Dienstag, 29. September 2015

Keine Afrika-Reise für Salvini: Nigeria verweigert Visum

Der Chef der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord Matteo Salvini muss auf eine bereits geplante Reise nach Nigeria verzichten, bei der er zusammen mit norditalienischen Unternehmern Kooperationsprojekte diskutieren wollte.

Er darf nicht nach Nigeria: Lega Nord-Chef Matteo Salvini - Archivbild
Er darf nicht nach Nigeria: Lega Nord-Chef Matteo Salvini - Archivbild - Foto: © LaPresse

Nigeria verweigere ihm das Visum für die am heutigen Dienstag geplante Reise, teilte der Lega-Chef mit.

„Schade, ich hatte mich schon gegen Gelbfieber impfen lassen. Wir wollten mit einer Delegation norditalienischer Unternehmer und Politiker konkrete Hilfe bringen. Der Verdacht ist, dass jemand dieser Mission der Lega Steine in den Weg legen will“, kommentierte Salvini. Er meinte, man müsse die afrikanischen Länder aktiv unterstützen, um die Flüchtlingswelle nach Europa zu stoppen.

Die Gründe, die Nigeria dazu bewogen haben, dem Parteichef die Reise zu verweigern, sind noch nicht bekannt. „Es ist begreifbar, dass Nigeria einem ausländerfeindlichen Politiker wie Salvini keine Einreise gewähren will“, betonte der Parlamentarier des Partito Democratico, Gero Grassi. Die Lega Nord will sich jetzt weiterhin um Salvinis Reise nach Nigeria bemühen.

Der Fall sorgte für Ironie im Internet. „Salvini, der mit Nachdruck die Abschiebung afrikanischer Migranten an den Grenzen verlangt, ist jetzt selber zurückgewiesen worden“, ironisierten einige Surfer.

apa

stol