Donnerstag, 18. Juni 2015

Keine Bewegung im Ringen mit Athen

Keine Bewegung im Ringen mit Athen: Solange Griechenland keine neuen Spar- und Reformvorschläge vorlegt, verweigern die Geldgeber eine Einigung. Die Chance auf eine Lösung beim Treffen der Euro- Finanzminister ist daher minimal.

Foto: © shutterstock

Die Finanzminister der Euroländer kommen am Donnerstag zu neuen Beratungen über den Schuldenstreit mit Griechenland zusammen, machen sich aber keine großen Hoffnungen auf eine schnelle Lösung.

„Die Chance, dass wir uns mit Griechenland am Donnerstag einigen, ist sehr klein“, sagte der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem vor dem Treffen in Luxemburg. Athen bleibt den Geldgebern weiterhin einen vernünftigen Reformvorschlag schuldig.

USA mahnt, die Situation zu lösen

Aus den USA kamen erneut Warnungen vor weitreichenden ökonomischen Folgen, sollten sich Athen und die Geldgeber nicht auf eine Lösung einigen. Es sei im Interesse aller, „diese Situation zu lösen, bevor es entscheidende negative Folgen für die Weltwirtschaft gibt“, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Mittwoch in Washington.

Man sei aber trotz bestehender Probleme weiter optimistisch, dass eine Lösung ohne Störung der Finanzmärkte möglich sei.

Vor dem Treffen in Luxemburg appellierten die Finanzminister Deutschlands, Belgiens, Litauens und Sloweniens an Athen, die Reform-Vereinbarungen mit den Geldgebern einzuhalten.

dpa

stol