Samstag, 28. Januar 2017

Kenianische Truppen töten angeblich 70 Terroristen in Somalia

Das kenianische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff von Terroristen in Somalia auf ihre Truppen 70 Kämpfer getötet. Kenias Regierung schwieg am Samstag weiterhin zu Opferzahlen unter den eigenen Truppen. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hatte am Freitag behauptet, 57 kenianische Soldaten getötet zu haben.

Die Al-Shabaab-Milizen kämpfen um die Vorherrschaft in Somalia, häufig mit brutalen Anschlägen. - Archivbild
Die Al-Shabaab-Milizen kämpfen um die Vorherrschaft in Somalia, häufig mit brutalen Anschlägen. - Archivbild - Foto: © LaPresse

Mitglieder der Al-Shabaab hatten am Freitagmorgen einen Stützpunkt der Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia (Amisom) in Kolbiyow, nahe der Grenze zu Kenia, angegriffen. Es sei zu „schweren Gefechten“ gekommen, bestätigte Paul Njuguna, Sprecher des kenianischen Verteidigungsministeriums.

Die sunnitischen Extremisten kämpfen um die Vorherrschaft in Somalia, häufig mit blutigen Anschlägen. Sie wollen am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Bei einem Angriff im Januar 2016 auf kenianische Truppen in Somalia könnten nach Angaben der somalischen Regierung bis zu 180 kenianische Soldaten getötet worden sein. Während Al-Shabaab nach Angriffen häufig höhere Opferzahlen nennt, schweigt die kenianische Regierung regelmäßig zu ihren militärischen Verlusten.

dpa

stol