Dienstag, 03. März 2015

Kenias Präsident verbennt 15 Tonnen Elfenbein

Als Kampfansage an Wilderer hat Kenias Präsident Uhuru Kenyatta am Dienstag einen Turm von 15 Tonnen Elfenbein in Brand gesetzt. Der Schwarzmarktwert betrug 30 Millionen Dollar.

15 Tonnen Elfenbein wurden beschlagnahmt und vernichtet.
15 Tonnen Elfenbein wurden beschlagnahmt und vernichtet.

Die Vernichtung der Stoßzähne sei Bestandteil der kenianischen Politik, alles Elfenbein aus dem Schmuggelverkehr zu ziehen, verkündete der Staatschef bei der Aktion im Nationalpark in Nairobi.

„Es ist dringend, den Kampf gegen die Verbrechen an der Natur zu verstärken“, sagte der Staatschef.

Umweltschützern zufolge war es die größte Menge an Elfenbein, die je auf einen Schlag in Afrika vernichtet wurde.

Kenyatta sagte, der gesamte Elfenbeinbestand des Landes werde bis Ende des Jahres verbrannt – Schätzungen zufolge sind dies bis zu hundert Tonnen. Wilderer und Schwarzmarkthändler dürften nicht das letzte Wort haben. Auch die künftigen Generationen an Kenianern, Afrikanern und aus der ganzen Welt müssten die Chance haben, sich an der majestätischen Schönheit der großartigen Tiere zu erfreuen, sagte Kenyatta.

1900 Euro für ein Kilo Elfenbein

In ganz Afrika werden Experten zufolge jährlich rund 20.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne gewildert. Grund ist die ungebrochen hohe Nachfrage, vor allem in China.

Dort wird ein Kilo Elfenbein für 2.100 Dollar (1.900 Euro) gehandelt. Die am Dienstag verbrannte Menge hätte demnach einen Schwarzmarktwert von 30 Millionen Dollar.

dpa

stol