Mittwoch, 16. November 2016

Kerry glaubt nicht an Änderung der US-Klimapolitik

US-Außenminister John Kerry geht davon aus, dass es auch unter Präsident Donald Trump bei den von Washington eingegangenen Klima-Verpflichtungen bleibt.

 John Kerry
John Kerry - Foto: © APA/AFP

Er sei „zuversichtlich“, dass der Klimawandelskeptiker Trump aus wirtschaftlichen Erwägungen die Uhren nicht zurückdrehen werde, sagte Kerry am Mittwoch unter dem Applaus der Delegierten der UN-Klimakonferenz in Marrakesch.

Schließlich würden die Märkte und nicht die Politik die Energie-Zukunft bestimmen. Der Immobilienmilliardär Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, er werde als Präsident das Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigen. Die Erderwärmung nannte der Republikaner eine Erfindung der Chinesen.

Kerry unterstrich in seiner Rede zudem die Notwendigkeit eines raschen Handelns. „Die Zeit ist nicht auf unserer Seite“, sagte der Demokrat. „Die Welt verändert sich bereits jetzt mit zunehmend alarmierender Geschwindigkeit und mit zunehmend alarmierenden Konsequenzen.“

Bei der Klimakonferenz in Marrakesch geht es um die Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris. Die Weltgemeinschaft hatte sich in der französischen Hauptstadt im Dezember 2015 darauf verständigt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die bisher vorliegenden nationalen Zusagen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes reichen dazu allerdings bei weitem nicht aus.

apa/dpa

stol