Donnerstag, 15. Dezember 2016

Kerry: Keinerlei Rechtfertigung für Brutalität Syriens und Russlands

US-Außenminister John Kerry fordert eine dauerhafte Waffenruhe im syrischen Aleppo und sofortigen Zugang für Hilfskräfte. Er teile den Ärger, den die meisten Menschen angesichts der Attacken auf Frauen, Kinder und Hilfskräfte empfänden, sagte Kerry am Donnerstag in Washington.

John Kerry
John Kerry - Foto: © LaPresse

Es gebe keinerlei Rechtfertigung für die Brutalität, die das syrische Regime, die Russen und die Iraner über die vergangenen fünf Jahre an den Tag gelegt hätten, sagte Kerry.

Die fliehenden Menschen dürften keinesfalls attackiert werden, sagte Kerry. Ein zweites Srebrenica – die Tötung einer großen Zahl von Zivilisten in einem kleinen Gebiet im Konflikt Ex-Jugoslawiens – müsse unter allen Umständen vermieden werden. Kerry richtete schwere Vorwürfe an die Adresse des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.

Die USA blieben bei ihrer Strategie, den Konflikt diplomatisch lösen zu wollen. Der Außenminister rief alle Beteiligten auf, den Genfer Friedensprozess für ganz Syrien wiederzubeleben. „Wir brauchen jetzt echte Verhandlungen“, sagte Kerry.

apa/dpa

stol