Kurz vor einem geplanten Referendum in der Ostukraine über eine Abspaltung vom Rest des Landes hat die Regierung in Kiew erneut einen Dialog angeboten.Verhandlungen mit „Terroristen“ schloss Übergangspräsident Alexander Turtschinow aber weiterhin aus. Er warnte zugleich vor katastrophalen Folgen für die wirtschaftlich starken Gebiete Donezk und Lugansk im Falle einer Unabhängigkeit.In einem Erlass entließ Turtschinow den Gouverneur von Lugansk, Michail Bolotskych, den er erst am 2. März eingesetzt hatte. Die Zentralregierung hat die Kontrolle über weite Teile der Region verloren.Lage in Mariupol vorerst ruhigNach tödlichen Gefechten in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol blieb es dort vorerst ruhig. In der Großstadt Donezk ließen prorussische Kräfte neun Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuz (IKRK) wieder frei.In den bevölkerungsreichen Regionen Donezk und Lugansk wollen moskautreue Separatisten an diesem Sonntag (11. Mai) über eine Eigenständigkeit abstimmen lassen.Ein Anschluss an Russland nach dem Vorbild der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim ist demnach vorerst aber nicht geplant.dpa