Dienstag, 06. März 2018

Kinder zu freien Menschen erziehen

Was bringt eigentlich religiöse Erziehung? Passt sie überhaupt in unsere Zeit? Ja, sagt der Erziehungswissenschaftler und Theologe Karl Heinz Schmitt. In Vahrn, Aldein und Neumarkt war er vor kurzem mit der Vortragsreihe "Gott ist bei den Kindern" zu Gast.

In Vahrn, Aldein und Neumarkt erklärte Prof. Karl Heinz Schmitt, was religiöse Erziehung so wertvoll und modern macht. - Foto: kfs
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In Vahrn, Aldein und Neumarkt erklärte Prof. Karl Heinz Schmitt, was religiöse Erziehung so wertvoll und modern macht. - Foto: kfs

„Religiöse Erziehung widersetzt sich den Forderungen nach dem beziehungslosen, flexiblen und ungebundenen Menschenbild und hebt den Wert des Menschen hervor - genau das macht sie so wertvoll und modern“, erklärte Karl Heinz Schmitt. Er gab den Eltern und Interessierten bei der KFS-Vortragsreihe „Gott ist bei den Kindern“ vor allem eines mit: Religiöse Erziehung hat nicht unbedingt mit Kirche oder Kirchenbindung zu tun. Vielmehr wird Gott dort sichtbar, wo Menschen gut zusammenleben, Anerkennung erfahren, sich vergeben und solidarisch sind. Diese 4 Grundinteressen Gottes werden in der Familie deutlich. Zwischen Eltern und Kindern, zwischen Geschwistern und in der Partnerschaft. „Es ist das Wesentliche der Eltern-Kind-Beziehung, Kinder an sich zu binden, mit der Absicht sie in Freiheit zu setzen, sie zu freien Menschen zu erziehen“, erläuterte der Erziehungswissenschaftler seinen Zuhörern in Vahrn, Aldein und Neumarkt

Ankerplätze für die Grundinteressen Gottes sind die Feiertage. Der Sonntag sollte sich deshalb von Werktagen unterscheiden, durch eine besondere Feier, durch andere Mahlzeiten und durch mehr Zeit füreinander. „Auch die Tischgemeinschaft sollte am Sonntag und an allen Tagen mehr gepflegt werden. Der Tisch offenbart Beziehung und es gilt, immer auch einen Platz für jene freizuhalten, die nicht dabei sein können“.

stol

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