Dienstag, 23. Januar 2018

Kirche schaltet sich in Italiens Wahlkampf ein

Die mächtige katholische Kirche hat sich in Italien in den Wahlkampf eingeschaltet und vor einem Aufflammen des Rassismus gewarnt.

Die Kirche hat sich in den Wahlkampf eingeschaltet.
Die Kirche hat sich in den Wahlkampf eingeschaltet. - Foto: © LaPresse

„Man muss auf eine Kultur der Angst reagieren, die sich (...) nicht in Fremdenfeindlichkeit verwandeln darf oder gar Reden über Rassen heraufbeschwören soll, von denen wir gedacht haben, dass sie lange begraben sind“, sagte der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti.

Er nahm damit am Montag auch Bezug auf eine Äußerung des Politikers der rechten Lega-Partei, Attilio Fontana, der in der Lombardei für das Amt des Regionalpräsidenten kandidiert. Dieser hatte gesagt, dass die „weiße Rasse“ durch Migration gefährdet werden könnte. Fontana wird auch von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gestützt.

Der Chef der Lega-Partei, Matteo Salvini, reagierte am Dienstag empört auf die Aussagen des Kardinals. „Die Lega ist der einzige Damm gegen Rassismus“, sagte er Radio Padova.
Die Lega hat sich mit Berlusconis Forza Italia und den rechten Fratelli d'Italia zu einem Mitte-Rechts-Bündnis für die Parlamentswahl am 4. März zusammengetan. Im Umfrage liegt diese Allianz derzeit vorne.

dpa

stol