Sonntag, 31. Januar 2016

Knapp 50 Tote bei IS-Doppelanschlag im Süden von Damaskus

Bei zwei Anschlägen im größten Schiiten-Viertel der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Sonntag nahe einem schiitischen Heiligtum nach Angaben des syrischen Innenministeriums und der Staatsmedien mindestens 47 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Bei einem Doppel-Anschlag in einem Außenbezirk von Damaskus starben knapp 50 Menschen.
Bei einem Doppel-Anschlag in einem Außenbezirk von Damaskus starben knapp 50 Menschen. - Foto: © APA/AFP

Bei einem Doppelanschlag im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus sind viele Menschen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Sonntag von mindestens 47 Toten.

Demnach explodierte zunächst eine Autobombe an einem Kontrollpunkt im vor allem von Schiiten bewohnten Stadtbezirk Sajeda Sainab an der Außengrenze von Damaskus. In der sich danach ansammelnden Menschenmenge habe sich anschließend ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

In einer zunächst nicht verifizierbaren Botschaft im Internet bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat. Darin wurden weitere Anschläge gegen Schiiten angekündigt. Auch für ähnliche Attentate in der Vergangenheit hatte der IS die Verantwortung übernommen.

Den Menschenrechtlern zufolge seien unter den Opfern 16 Kämpfer einer regimetreuen Miliz sowie Zivilisten. Dutzende weitere Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden.

In dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien starben in den vergangenen fünf Jahren UN-Angaben zufolge mehr als 250.000 Menschen. Bei den in diesen Tagen in Genf stattfindenden Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland soll die Basis für eine Beruhigung des Konflikts geschaffen werden.

dpa

stol