Donnerstag, 06. Oktober 2016

Kolumbianische FARC-Rebellen kehren in Hochburgen zurück

Nach der Ablehnung des Friedensvertrages bei der Volksabstimmung in Kolumbien kehren die FARC-Rebellen in ihre Einflussgebiete im Landesinneren zurück. Die Guerillakämpfer verließen die Ortschaft Diamante im Department Caqueta, wo sie zuletzt zu einer Konferenz zusammengekommen waren, um dem bewaffneten Kampf abzuschwören, wie der Radiosender Caracol am Donnerstag berichtet hat.

Im kolumbianischen Cali demonstrierte man am Donnerstag für Frieden.
Im kolumbianischen Cali demonstrierte man am Donnerstag für Frieden. - Foto: © APA/AFP

Ranghohe Kämpfer brachen per Flugzeug in ihre Rückzugsgebiete auf, während die einfachen Guerilleros auf dem Landweg zurückkehrten. Sowohl die Flugzeuge als auch die Fahrzeuge waren mit dem Emblem des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz versehen.

Friedensabkommen liegt auf Eis

Eigentlich hätten die FARC-Kämpfer sich nach ihrer Konferenz in 27 Zonen konzentrieren und dort unter Aufsicht der Vereinten Nationen ihre Waffen niederlegen sollen. Nach der Ablehnung des Friedensabkommens bei dem Referendum am vergangenen Sonntag liegt der weitere Friedensprozess allerdings vorerst auf Eis.

Der Befehl für den Rückzug kam offenbar von der FARC-Führung in Havanna. Der Waffenstillstand gilt noch mindestens bis Ende des Monats. Regierung und die FARC versicherten, weiterhin am Frieden festzuhalten und nach einer Lösung zu suchen.

apa/dpa

stol