Tierfreundin Petra Schwienbacher erklärt wie. <BR /><BR />Eines vorweg: Jedes Meerschweinchen hat einen anderen Charakter und nicht bei jedem klappt es gleich gut, es für Kommandos oder Tricks zu begeistern. Je nach individueller Lernwilligkeit und mit einer ordentlichen Portion Geduld kann man aber auch den quirligen Nagern viel bearbeitet wird mit der sogenannten Konditionierung – der positiven Bestärkung. Die Tiere werden nicht bestraft, wenn sie etwas falsch machen, sondern immer belohnt, wenn sie das gewünschte Verhalten zeigen. Gute Hilfsmittel sind der Clicker und natürlich viele Leckerlis.<BR /><BR />Der Clicker: Der sogenannte Clicker ist ein kleines Gerät, das auf Knopfdruck ein klickendes Geräusch macht. Weil das Klicken immer gleich klingt und nicht wie unsere Stimme je nach Tonlage jedes Mal ein bisschen anders, lernen die Tiere durch dieses Hilfsmittel sehr viel schneller.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="737687_image" /></div> <BR /><BR />Das Training: Um das Kommando, auf Ruf zu kommen, zu trainieren, beginnt man damit, seine Meerschweinchen auf ihre Namen zu konditionieren. Immer dann, wenn eines ein Leckerli bekommt, wird es also mit seinem Namen angesprochen.<BR /><BR />Dabei muss man wissen, dass Meerschweinchen nicht unbedingt auf ihren Namen reagieren, sondern vielmehr auf die Stimme und Tonlage des Halters – besonders für hohe Töne sind sie empfänglich. Nach ein paar Wiederholungen hat das Meerschweinchen die Tonlage positiv verknüpft. Dann kann im nächsten Schritt mit dem Zuruf begonnen werden.<BR /><BR />Am besten übt man mit jedem Tier einzeln: Es wird gerufen und mit einem Leckerli gelockt. Läuft es zu einem her, klickt man mit dem Clicker und gibt danach das Leckerli. Hat es erst einmal gelernt, dass auf den Ruf ein Leckerli folgt, wird es das gewünschte Verhalten gerne zeigen.<BR />Die Motivation: Natürlich muss das Meerschweinchen etwas davon haben, wenn es zu einem herkommt. Daher dürfen Leckerlis auf keinen Fall fehlen. Das können die Lieblingskräuter sein oder selbst gemachte Snacks. Man kann beispielsweise Apfelchips herstellen. Dazu schneidet man einen Apfel in dünne Scheiben und trocknet diese. Aus einem Gemüse- oder Obstbrei kann man kleine Kekse formen und diese dann im Backofen backen. Anleitungen dazu finden sich im Internet.<BR />Wichtig ist, stets darauf zu achten, dass nur Zutaten enthalten sind, die Meerschweinchen problemlos fressen dürfen. Will man Leckerlis kaufen, greift man auf getrocknetes, unbehandeltes Gemüse zurück oder auf solche aus natürlichen Inhaltsstoffen. Verzichtet werden sollte auf Zutaten wie Zucker, Milch, Getreide und Honig.<BR />