Am Sonntag waren neun Millionen Italiener in 1.005 Gemeinden zu den Wahlurnen gerufen worden.In den größten Städten, in denen gewählt wurde, schafften es Bürgermeisterkandidaten der Gruppierung um den Starkomiker Beppe Grillo nicht in die Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern.Die Stichwahlen finden am 25. Juni zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten statt, die beim ersten Wahlgang nicht die 50-Prozent-Schwelle erreicht haben.„Grillo erlebt einen Erdrusch. Die Kommunalwahlen bestrafen den M5S, die sich auf lokaler Ebene wenig verankert zeigt“, kommentierte die römische Tageszeitung „La Repubblica“.Die Grillo-Partei zahle einen hohen Preis für die geringe Popularität ihrer Bürgermeisterkandidaten. Dabei hatte sich Grillo stark im Wahlkampf engagiert. Der Komiker hatte am Sonntag in seiner Heimatstadt Genua seine Stimme abgegeben.Gewählt wurde in größeren Städten wie Verona, Genua, Padua, Parma, L'Aquila, Tarent und Palermo.Die Gemeinderatswahlen sind für die Parteien ein Gradmesser im Hinblick auf die italienischen Parlamentswahlen, um deren Termin noch gestritten wird. Sie sind auch ein Test für den Partito Democratico (PD) um Ex-Premier Matteo Renzi. Dieser scheiterte am Donnerstag bei Bemühungen um die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes nach deutschem Muster im Parlament. Die Billigung eines Wahlgesetzes gilt als Bedingung für Neuwahlen, die spätestens im Frühjahr 2018 stattfinden.apa