Sonntag, 31. Juli 2016

Konservative Großspender machen Bogen um Trump

Ein Netzwerk von 400 republikanischen Geldgebern um die superreichen Koch-Brüder will sich im US-Präsidentenwahlkampf nicht für Donald Trump einsetzen.

Foto: © APA/AFP

Statt dessen wolle sich das Netzwerk um die konservativen Milliardäre Charles und David Koch auf die Rennen um Senatssitze konzentrieren, damit die Republikaner dort ihre Mehrheit behielten, berichtete das „Wall Street Journal“ (Sonntag).

2012 gaben von den Koch-Brüdern finanzierte Gruppen dem Blatt zufolge etwa 400 Millionen Dollar aus. Das Privatvermögen von Charles (80) und David (76) Koch wurde von Forbes 2016 auf jeweils rund 44 Milliarden Dollar geschätzt. Zu ihrem Imperium gehören Ölpipelines, Rinderfarmen, Papier- und Düngemittel-Hersteller sowie Technologiefirmen.

Zu der Klausur in Colorado Springs (US-Bundesstaat Colorado) waren nach Angaben des Blattes auch republikanische Abgeordnete und Gouverneure eingeladen, aber nicht Trump.

„Ich habe ein Treffen mit Charles und David Koch abgelehnt. Es ist viel besser für sie, wenn sie sich mit Politik-Marionetten treffen, sie sind besser geeignet!“, beschrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter seine Sicht auf die Dinge.

Seitens des Netzwerks hieß es dagegen, man habe keine Kenntnis, dass es irgendeinen Kontakt zu Trumps Wahlkampfteam gegeben habe, während der Präsidentenkandidat am Freitag in Colorado gewesen sei.

dpa

stol