Dienstag, 08. März 2016

Krankenhaus Schlanders sichern: KVW trifft ärztlichen Leiter

Die Reorganisation des Gesundheitsdienstes in Südtirol wird heiß diskutiert. Dem KVW Bezirk Vinschgau ist es ein stetes Anliegen, die Bedürfnisse vor Ort nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Bild (v.l.n.r.): Krankenhaus Schlanders langfristig sichern: KVW-Bezirksobmann Heinrich Fliri, Primar Anton Theiner und Josef Bernhart (stellv. KVW-Bezirksobmann)
Badge Local
Im Bild (v.l.n.r.): Krankenhaus Schlanders langfristig sichern: KVW-Bezirksobmann Heinrich Fliri, Primar Anton Theiner und Josef Bernhart (stellv. KVW-Bezirksobmann)

Aus diesem Grund setzt sich der KVW Bezirk Vinschgau intensiv für den Erhalt des Krankenhauses Schlanders ein und macht sich laufend vor Ort ein Bild der Lage. So auch beim Treffen von Bezirksobmann Heinrich Fliri und seinem Stellvertreter Josef Bernhart am 7. März 2016.

Gesprächspartner im Krankenhaus Schlanders war Primar Anton Theiner. Die grundsätzlichen Ziele der Reorganisation des Gesundheitsdienstes können uneingeschränkt geteilt werden. Auch und gerade in der Peripherie. Dem KVW Vinschgau geht es ebenso wie der ärztlichen Leitung im Krankenhaus Schlanders um eine hochwertige medizinische Versorgung und einen schlanken Verwaltungsapparat. Dabei wurde einiges bereits erreicht, nicht zuletzt durch den Einsatz der Vinschger Bevölkerung und ihrer politischen Vertreter. Wie genau nun die Ziele weiter umgesetzt werden sollen, ist jedoch immer noch nicht eindeutig geklärt.

Aus diesem Grunde ist es den KVW-Vertretern ein großes Anliegen, laufend auf die Sichtweise der Bevölkerung im Vinschgau hinzuweisen. Diese ist eindeutig: keine reduzierten Öffnungszeiten in den Notaufnahmen der Krankenhäuser in der Nacht und an Wochenenden sowie keine Einschränkungen bei Ambulanzzeiten und Stationsdiensten. Denn Zahlen und Fakten sprechen eine klare Sprache: so wurden kürzlich an nur einem Samstag in Schlanders über 60 Erste Hilfe-Fälle und neun kinderärztliche Notfälle gezählt. Das Krankenhaus Schlanders ist eine tragende Säule für Gesundheit und Lebensqualität im Tal.

Die Bürger haben in der Mahnwache ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Die Zusammenarbeit im Netzwerk funktioniert und es gibt innovative Ansätze wie die Mutter-Kind-Abteilung. Weiters betont die KVW-Leitung, dass es wichtig ist, die Primariate in den Kernbereichen vor Ort zu halten. Damit haben die Patienten einen verbindlichen Ansprechpartner mit klarer Verantwortung und das Personal eine Führungskraft, die sich für sie engagiert und motiviert. Am besten gelingt dies, wenn Primare einen natürlichen Bezug zum Tal und den Menschen haben. Auch darf es keine Zwei-Klassen-Medizin geben, da immer mehr Spitzenmediziner in private Strukturen abwandern.

Der KVW Vinschgau wird seine Ortsgruppen über die weiteren Entwicklungen informieren und gezielt miteinbeziehen, um das Krankenhaus Schlanders als solches gemeinsam langfristig zu erhalten.

KVW, Schlanders

stol