Donnerstag, 17. August 2017

Krieg gegen Drogen: Erneut Dutzende Verdächtige in Manila getötet

Bei einer Großrazzia gegen Drogendealer hat die philippinische Polizei binnen 24 Stunden 28 Verdächtige getötet und 114 Personen festgenommen.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte möchte den Kampf gegen Drogenbanden fortsetzen.
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte möchte den Kampf gegen Drogenbanden fortsetzen. - Foto: © APA/AFP

„Wir müssen den Krieg gegen Drogen ausweiten“, sagte der philippinische Polizeichef Ronald Dela Rosa in Manila. „Wenn wir das nicht mit den Drogenhändlern ausschießen, wird das Drogenproblem niemals enden.“

Bei einer anderen Razzia waren in der Nacht um Dienstag bereits in der Provinz Bulacan nördlich Manilas 32 Verdächtige getötet und 107 weitere festgenommen worden.

Duterte überzeugt von seinem Vorgehen

Präsident Rodrigo Duterte hatte tags darauf erklärt: „Lasst uns jeden Tag weitere 32 töten. Vielleicht können wir die Krankheit dieses Landes lindern.“ Für die Denunziation eines jeden Polizisten, der in Rauschgiftgeschäfte verwickelt ist, setzte Duterte eine Belohnung von 2 Millionen Pesos (33.000 Euro) aus.

Duterte will sein radikales Vorgehen im Kampf gegen Drogenbanden gegen alle Kritik auch aus dem Ausland durchsetzen.

Seit seinem Amtsantritt am 30. Juni 2016 sind laut Polizeistatistiken bei Einsätzen gegen die Drogenszene mehr als 3.000 Verdächtige getötet worden. 11.000 weitere Todesfälle werden untersucht, auch auf die Frage nach Auftragskillern und Selbstjustiz.

apa/dpa

stol