Montag, 22. Mai 2017

Kritik aus Israel an Waffendeal zwischen USA und Saudi-Arabien

„Das ist eine Sache, die uns wirklich beunruhigen sollte“, hat Energieminister Juval Steinitz gesagt, wie seine Sprecherin am Montag bestätigte. „Saudi-Arabien ist ein feindliches Land.“ Es müsse gewährleistet sein, dass Israel seinen militärischen Vorsprung beibehalte.

Kritik aus Israel an Waffendeal zwischen USA und Saudi-Arabien. (Symbolbild)
Kritik aus Israel an Waffendeal zwischen USA und Saudi-Arabien. (Symbolbild) - Foto: © LaPresse

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag mit Saudi-Arabien ein gigantisches Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar knapp 100 Milliarden Euro abgeschlossen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren schlossen die USA mit Saudi-Arabien Geschäfte im Wert von mehr als 350 Milliarden Dollar ab.

US-Präsident am Montag in Israel

Trump befindet sich aktuell auf seiner ersten Auslandsreise und sollte am Montag zu Gesprächen in Israel eintreffen. Er will sich für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern einsetzen.

Die israelische Zeitung „Jediot Achronot“ schrieb, dass Saudi-Arabien unter anderem größere Kriegsschiffe als die Israelis erhalten solle. Außerdem würden die Möglichkeiten der Saudis ausgebaut, Langstreckenraketen abzufangen, die Israel besitzen soll.

Die Zeitung „Maariv“ schrieb, dass Israel sich mit öffentlicher Kritik an dem Geschäft zurückhalte, weil Saudi-Arabien und Israel gemeinsam gegen den Feind Iran vorgehen wollten. Außerdem wolle Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Trump nicht mit Kritik verärgern.

dpa

stol