Thomas Steger vom Mittereggerhof in Geiselsberg war damals, irgendwann im Winter 1925, einer von 30 bis 40 jungen Sportlern, die von Olang, Reischach und St. Vigil zum Gipfel aufstiegen, um am ersten Skirennen am Kronplatz teilzunehmen.<BR /><BR />„Die Skifahrer kamen damals aus ganz Südtirol“, erzählt seine Tochter Theresia Sigmund Steger. Ihr Vater, damals ein Jugendlicher, habe sich mit den Holzskiern auf den Aufstieg gemacht und sei danach auf der Piste, die weder präpariert noch genau abgesteckt war, bis nach Niederolang hinuntergefahren. Gestoppt wurde mit einer einfachen Uhr. „Er wurde Dritter. Mein Bruder Franz hat heute noch die Medaille, die unser Vater damals bekommen hat“, sagt Theresia Sigmund Steger. Ihre Schwester habe erst kürzlich ein Foto von damals gefunden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1133973_image" /></div> <BR />Ihr Vater – 2003 im Alter von 93 Jahren verstorben – sei ein leidenschaftlicher Skifahrer gewesen. „Überhaupt war er fast Tag und Nacht draußen und ist viel zu Fuß gegangen“, sagt Sigmund Steger. Landauf landab sei er als „Gumperer“ bekannt gewesen, der mit allerlei gehandelt habe.<BR /><BR /> Direkt am Hang des Kronplatzes zu Hause, habe er auch seine 9 Kinder schon früh auf Skier gestellt. „Der Bruder meines Vaters hat die Skier für uns Kinder gemacht“, erzählt die heute 89-jährige Theresia Steger. „Ich kann mich noch erinnern, dass es ,weiches Holz‘ sein musste, damit die Ski gut gingen.“ <BR /><BR />Unter dem Haus habe ihr Vater Stöcke in den Schnee geschlagen und den Jungen das Slalomfahren beigebracht. „Wenn wir Skifahren wollten, mussten wir zuerst nach oben stapfen, um runterfahren zu können. Da hat dann eine Abfahrt am Tag gereicht“, lacht die gebürtige Geiselsbergerin, die lange schon in Vahrn bei Brixen lebt. In jüngeren Jahren sei sie immer wieder gerne mit ihren Kindern auf den Kronplatz zum Skifahren gefahren. „Im Winter ist der Kronplatz ein wunderschönes Skigebiet“, sagt sie. Im Sommer hingegen gefalle ihr der Hügel nicht besonders.