Snowparks sind ein Eldorado für Freestyler und Snowboarder. In vielen Skigebieten gibt es solche Parks – natürlich auch am Kronplatz. Der Snowpark dort bestand in der Vergangenheit jeweils aus 3 Pisten, so genannten Lines: der einfachen Easy-Line, die viele befahren können, der mittelschweren Medium-Line und der schwierigen Pro-Line. Heuer haben nun die Kronplatz Seilbahnen beschlossen, den Snowpark zu umzugestalten. „Die Easy-Line und die Medium-Line bleiben bestehen“, erklärt Thomas Reiter, der Direktor von Skirama Kronplatz. „Anstelle der Pro-Line soll hingegen eine sogenannte Fun-Line entstehen.“ Darunter versteht man eine Piste mit neuen Elementen, die weniger anspruchsvoll sind, dafür aber viel Spaß machen.<BR /><BR />Für die geplante Veränderung würden vor allem 2 Gründe sprechen, sagt Reiter: „Zum einen ist die anspruchsvolle Pro-Line in der Präparierung sehr aufwendig und teuer, weil es hier eben sehr viel Schnee braucht.“ Und zum anderen sei sie relativ wenig genutzt worden, „fast nur von fortgeschrittenen Athleten.“<BR /><BR />Der Freestyle-Club Vitamin F bedauert die Entscheidung der Kronplatz Seilbahnen in einem Brief an seine Mitglieder, die Athletinnen und Athleten, deren Eltern sowie an die Partner und Sponsoren. Der Entschluss, „den Snowpark deutlich zu verkleinern“, habe „leider direkte Auswirkungen auf unser Angebot, insbesondere für die älteren Kinder und Jugendlichen, die anspruchsvollere Trainingsbedingungen benötigen.“ Eine professionelle Trainingsanlage sei für die Tätigkeit des Vereins unerlässlich. „Es schmerzt uns, dass wir aufgrund der eingeschränkten Infrastruktur heuer nicht das gewohnte Trainingsniveau aufrechterhalten können. Wir bedauern diese Entwicklung sehr, da uns die Förderung und das Wachstum unserer Athletinnen und Athleten besonders am Herzen liegen.“<BR /><BR />Von einer Verkleinerung des Angebotes am Kronplatz könne keine Rede sein, sagt Thomas Reiter. Es werde weiterhin 3 Lines geben. Für den Freestyle-Club Vitamin F sei die Entscheidung, die Pro-Line nicht mehr zu errichten, natürlich ein Verlust, das verstehe er voll und ganz, „weil den guten Athletinnen und Athleten damit eine wichtige Trainingsanlage verloren geht.“ Man müsse aber Verständnis für die Kronplatz Seilbahnen aufbringen, „die als privates Unternehmen versuchen, möglichst sinnvoll zu wirtschaften“, und könne ihnen dafür keinen Vorwurf machen, meint Direktor Reiter. „Außerdem wurde dem Verein vonseiten der Seilbahnen zugesichert, bei der Gestaltung der Lines mitreden zu können, um zu gewährleisten, dass die Bedürfnisse der Sportler bestmöglich berücksichtigt werden.“ Hans Mairhofer, Präsident des Clubs Vitamin F, bestätigt dies. „Wir sind für die Zusage der Seilbahnen sehr dankbar.“<BR /><BR />Natürlich werde der Kronplatz weiterhin für gute Trainingsbedingungen für junge Athletinnen und Athleten sorgen und den Freestyle Club unterstützen, sagt Thomas Reiter. „Die Entscheidung der Seilbahnen, die Pro-Line nicht mehr zu errichten, steht aber fest.“ Diese sei aber nicht gegen den Verein gerichtet, sondern für ein insgesamt attraktiveres Angebot am Kronplatz, denn „die neue Fun-Line werden sicher mehr Skibegeisterte nutzen als die bisherige Pro-Line“, das müsse man ehrlich zugeben.